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MI | 11.04.2012
Otto Kery (Bild: ORF)
GESTORBEN
Theaterpionier Otto Kery tot
Der Gründer der Burgenländischen Landesbühne, Otto Kery ist tot. Laut Tageszeitung Kurier starb der Theaterpionier Kery Sonntagfrüh 83-jährig in Eisenstadt.
Mehr als 5.000 Aufführungen
Der Bruder des früheren Landeshauptmannes Theodor Kery (SPÖ) gründete in der Nachkriegszeit die Burgenländische Landesbühne. Bis zu ihrer Schließung 1972 organisierte Kery weit mehr als 5.000 Aufführungen.
Direktor, Regisseur und Schauspieler
Otto Kery fungierte nicht nur als Direktor und Regisseur, er stand auch selbst mehr als 3.000 Mal auf der Bühne.

Mit Freilichtaufführungen auf Burg Schlaining und Burg Forchtenstein legte Otto Kery den Grundstein für die späteren Festspiele im Burgenland.
Vom Theater besessen
Otto Kery wurde am 19. Mai 1923 als Sohn eines Beamten in Güssing geboren. Der von Kindheit an vom Theater besessene schloss nach seiner Rückkehr aus der US-Kriegsgefangenschaft sein Schauspielstudium in Wien ab und rief Ende der 40er Jahre unter härtesten wirtschaftlichen Bedingungen die Burgenländische Landesbühne ins Leben.

Nach deren Schließung 1972 wechselte Kery in die Kulturabteilung der Landesregierung. 1988 trat Kery in den Ruhestand.
Bieler würdigt den Verstorbenen
Der Name Otto Kery werde stets mit dem Aufbau und der Entwicklung des Theaters in der Nachkriegszeit verbunden sein, sagt Kultur-Landesrat Helmut Bieler (SPÖ).

Kerys Theateraufführungen in Eisenstadt sowie auf den Burgen Schlaining und Forchtenstein können als Vorläufer für die heute so erfolgreichen Sommertheater im Burgenland gesehen werden, so der Kulturlandesrat.
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