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MI | 11.04.2012
Blick über Neusiedler See. (Bild: APA)
SEEWINKELTHERME
Projektgesellschaft gegründet
Die Seewinkel-Therme am Standort Pimez-Lacke zwischen Frauenkirchen und St. Andrä wird immer konkreter: Eine Projektgesellschaft wurde gegründet und 13 Gemeinden haben sich über die Aufteilung der Steuereinnahmen geeinigt.
14. Gemeinde abgesprungen
Mit der Aufteilung der Steuereinnahmen unzufrieden ist die Gemeinde Weiden am See, sie ist zumindest vorerst, nicht mehr mit dabei.

Verträge unterschrieben
Die verbliebenen 13 Seegemeinden haben am Donnerstag die entsprechenden Verträge unterschrieben.
ARGE Thermenressort Seewinkel
Die 13 Gemeinden übernehmen durch den Vertrag von der WiBAG die Mehrheit an der Bohrgesellschaft, schreiben die Aufteilung der künftigen Steuereinnahmen fest und gründen gemeinsam mit der VAMED und der WIBAG die Projekt-Gesellschaft ARGE Thermenressort Seewinkel.
Bohrungen im nächsten halben Jahr
Im nächsten halben Jahr soll am fixierten Thermenstandort in Frauenkirchen nach Thermalwasser gebohrt werden.

Wahrscheinlichkeit bei 85 Prozent
Man erwartet mit 85-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine ausreichend ergiebige Quelle mit 35 bis 40 Grad warmem Thermalwasser, hieß es seitens der WiBAG.
Modellcharakter für Großprojekte
Für WiBAG-Vorstand Werner Eckhardt könnte die Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden Modell-Charakter für künftige Großprojekte haben - vor allem wenn Fördermitteln knapp bemessen seien.
WiBAG koordiniert
"Die WiBAG tritt - auf Grund des Privatisierungs-Auftrages - eben nicht mehr als Errichter und Betreiber auf, sondern wir begleiten das Projekt, kooridnieren und erbringen dafür Dienstleistungen", so Eckhardt.
Baukosten: 77 Millionen Euro
Der eigentliche Bau des Thermenressorts Seewinkel ist - inklusive Projektierungs- und Erschließungskosten - mit 77 Millionen Euro veranschlagt.
Finanzierung gesichert
Das Projekt wird zu 47 Prozent aus Krediten finanziert, zu 19 Prozent aus Fördermitteln und zu 34 Prozent von Gemeinden, Infrastruktur-Bereitstellern wie BEWAG, BEGAS und Wasserleitungsverband.

Voraussichtlich werden sich auch Banken und Versicherungen an den Kosten beteiligen.
370.000 Euro pro Gemeinde
Jede Gemeinde steuert zum geplanten Thermenbau 370.000 Euro bei und geht darüber hinaus keinerlei Risiko ein.
Keine privaten Investoren
Private Investoren seien auch heutiger Sicht gar nicht notwendig, weil bereits genügend Banken ihr Interesse bekundet hätten, sagte WiBAG-Vorstand Peter Schmitl. Für ihn ist das Projekt so gut wie fix.
Stichtag 30.06.
"Bis zum 30.06. bleibt zwar ein gewisses Risiko, denn spätestens bis zu diesem Stichtag wissen wir, ob die Bohrungen erfolgreich sind, ob wir die Umwidmung zustande bringen und ob die Projektphase 2 abgeschlossen ist", sagte Schmitl.
Weiden unzufrieden
Weiden am See ist aus dem Projekt ausgeschieden, weil es mit der von Frauenkirchen angebotenen Aufteilung der Steuereinnahmen nicht einverstanden war.
Noch Zeit zum Überlegen
In den nächsten zwei bis drei Monaten habe Weiden aber noch Gelegenheit, sich die Sache anders zu überlegen, sagte WiBAG-Vorstand Schmitl.
Reaktionen
Tourismuslandesrätin Michaela Resetar (ÖVP)erwartet sich von der geplanten Seewinkeltherme ein weiteres Potential von 70.000 übernachtungen.

SPÖ-Tourismussprecher Josef Loos meinte, dass die gesamte Region werde von der Therme profitieren werde.
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