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MI | 11.04.2012
Schilfschnitt. (Bild: ORF)
AM SEE
Schilfschneider haben Hochsaison
Im Winter haben die Schilfschneider rund um den Neusiedler See Hochsaison. Der vor allem im Ausland begehrte Rohstoff Schilf wird jetzt in der kalten Jahreszeit geerntet.
Mit drei Maschinen und elf Mann
Besonders gut kann das Schilf bei gefrorenem Boden geerntet werden. Mit den neuen modernen Maschinen kann aber auch bei wärmeren Temperaturen im Wasser gefahren und gearbeitet werden.

Mit drei Maschinen gleichzeitig und elf Mann wird alleine im Betrieb von Erwin Sumalowitsch aus Podersdorf gearbeitet. An der Qualität des Schilfes gebe es nichts zu bemängeln, heißt es.
Weniger Menge
"Die Quantität lässt ein bisschen zu wünschen übrig, aber damit können wir leben. Es ist ein relativ trockenes Jahr gewesen, es fehlen einfach die Niederschläge, um die Menge zu erhöhen", so Sumalowitsch.
Drei leben vom Schilf
Insgesamt gibt es auf dem Neusiedler See nur mehr drei Schilfschneider, die vom Produkt Schilf leben.

Erich Sumalowitsch bewirtschaftet eine Fläche von zirka 4.000 Hektar, er erntet an die 400.000 Bund.
Schilfschnitt. (Bild: ORF)
Schonung für gute Ernte
"Wichtig ist, dass man, wenn man die Schilfgebiete länger gepachtet hat, die Flächen nicht unnötig oft befährt, damit man das Jungschilf, das jetzt zum Teil vorhanden ist, nicht beschädigt, damit man im nächsten Jahr wieder mit einer guten Ernte rechnen kann", erklärt er.
Großteil für Export
98 Prozent des Neusiedler See Schilfs gehen in den Export nach Deutschland, Holland Frankreich und auch Dänemark.
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