Burgenland ORF.at
MI | 11.04.2012
"Talent" der ÖBB. (Bild: APA)
UNTERZEICHNET
Neues Übereinkommen von Land und ÖBB
Mit dem Verkehrsdienstevertrag wird das Angebot der ÖBB im Burgenland geregelt und definiert. Land und ÖBB haben ein neues Übereinkommen für die nächsten 15 Jahre unterzeichnet.
Mehr Komfort, mehr Angebot
Mehr Komfort, klar festgelegte Qualitätskriterien und eine Erweiterung des Angebotes der Bahn - das sind die drei wesentlichen Neuerungen im Verkehrsdienstevertrag, der am Donnerstag in Eisenstadt undterzeichnet wurde.

Erstmals wird das Land den Ankauf zehn moderner Zuggarnituren vom Typ Talent mitfinanzieren, kündigt Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) an.
Rascher zum Arbeitsplatz
"Das Land Burgenland wird dafür 15 Millionen Euro - jährlich eine Million Euro - aufwenden, das ist mehr als ein Drittel der Gesamtkosten. Und diese zehn 'Talente' werden dazu beitragen, dass die Pendlerinnen und Pendler rascher, mit mehr Komfort, in geheizten Zügen zu ihrem Arbeitsplatz kommen", so Niessl.
Einsatz im Herbst 2006
Der erste dieser Talent-Züge soll im Herbst 2006 im Burgenland zum Einsatz kommen, sagt ÖBB-Vorstandsdirektorin Wilhelmine Goldmann.
"Hochzufriedene Gäste"
"Wir haben die Erfahrung gemacht, überall dort, wo die Talents zum Einsatz kommen, sind die Fahrgäste hochzufrieden. Sie bieten einen barrierefreien Einstieg", so Goldmann.
Verpflichtung zur Pünktlichkeit
Im Vertrag zwischen ÖBB und Land sind jetzt auch Qualitätskriterien klar definiert. Die ÖBB verpflichten sich, dass ihre Züge auf zweigleisigen Strecken zu 85 Prozent und auf eingleisigen Strecken zu 80 Prozent pünktlich fahren.
"Qualitätsgipfel"
Wenn es Probleme gibt, kann das Land einen so genannten "Qualitätsgipfel" einberufen, bei dem die Schwierigkeiten analysiert und Gegenmaßnahmen getroffen werden.
Ausweitung des Angebotes
Außerdem verpflichten sich die ÖBB, auf auf den Streckenabschnitten Deutschkreutz - Neckenmarkt - Horitschon; Oberwart - Großpetersdorf und Eisenstadt - Wien das Angebot zu erweitern.
2,9 Millionen pro Jahr
Pro Jahr zahlt das Land 2,9 Millionen Euro für die Verkehrsdienste der ÖBB. Züge auf wesentlichen Pendlerstrecken für das Burgenland werden von der Raaberbahn geführt.
Intensive Gespräche
Zur Zeit werden daher laut Landeshauptmann Hans Niessl auch intensive Gespräche geführt, um den Vertrag mit der Raaber Bahn zu adaptieren und zu erweitern.
Reaktion
ÖVP-Pendlersprecher Norbert Sulyok begrüßt die vorgestellten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation im Burgenland. Gleichzeitig warnt er vor voreiliger Euphorie, bisher sei den Pendlern vom Land viel versprochen, aber zu wenig gehalten worden, so Sulyok.
Ganz Österreich
Burgenland News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News