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MI | 11.04.2012
Haschendorfer Kultobjekt. (Bild: ORF)
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Kultgefäß von Haschendorf im Museum
Das Naturhistorische Museum in Wien zeigt ab Mittwoch die geheimnisvolle Himmelsscheibe von Nebra. Auch zu sehen und genauso bemerkenswert ist das bronzezeitliche Kultgefäß von Haschendorf.
1914 entdeckt
Das Kultobjekt aus Haschendorf (Bez. Oberpullendorf) wurde 1914 entdeckt. Der Landwirt Johann Widder fand den Gegenstand. Das Objekt kam danach ins Museum Sopron.
Trommel, Altar, Sitzgelegenheit?
Das Objekt, das einer Trommel ähnlich sieht aber auch ein Altar oder eine Sitzgelegenheit sein könnte gibt der Wissenschaft nach wie vor einige Rätsel auf meint Landesarchäologe Karl Kaus.
Unbekannter Zweck
Denn der wirkliche Zweck des Geräts wird sich wahrscheinlich nie mehr klären lassen und zum zweiten ist die Herkunft des Bronzeobjekts ungewiss.
Zweites Gefäß
Ein weiteres Kuriosum ist, dass im Jahr 1847, 1.500 Kilometer entfernt von Haschendorf, in Südschweden ein gleiches Gefäß beim Torfstechen in einem Moor gefunden wurde.
"Der geschmiedete Himmel"
Die geheimnisvolle Himmelsscheibe von Nebra ist so wie das Kultgerät von Haschendorf in der Ausstellung zu sehen. "Der geschmiedete Himmel" bietet einen tiefen Einblick in die Welt der bronzezeitlichen Mythen und Riten.
Himmelsscheibe von Nebra. (Bild: APA)
Älteste Himmelsdarstellung
Das 3600 Jahre alte Objekt ist die älteste Himmelsdarstellung der Welt. 1999 wurde die Scheibe von Raubgräbern in Deutschland gefunden, auf dem Schwarzmarkt angeboten, landete schließlich doch in Händen von Wissenschaftern.
Scheibe als Schlüsselfund
Nicht nur kriminalistisch sorgte die Himmelsscheibe für Schlagzeilen, sondern auch aus wissenschaftlicher Sicht. Sie gilt als ein Schlüsselfund der europäischen Urgeschichte.

Bis 5. Februar
Die Ausstellung "Der geschmiedete Himmel" ist von Mittwoch bis zum 5. Februar im Naturhistorischen Museum in Wien zu sehen.
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