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MI | 11.04.2012
Michaela Raber. (Bild: ORF)
POLITIK
Rauchwart: Raber ist Bürgermeisterin
In Rauchwart (Bezirk Güssing) wurde am Sonntag ein neuer Bürgermeister gewählt. Die Wahl gewann Michaela Raber (SPÖ). Die 43-jährige ist damit die erste Bürgermeisterin im Südburgenland.
Michaela Raber setzte sich durch
Michaela Raber, 43-jährige Kindergarten- und Hort-Pädagogin, setzte sich bei der Wahl mit 61 Prozent der gültigen Stimmen gegen ihren Gegenkandidaten, den 60-jährigen Mechanikermeister Adolf Bauer (ÖVP) durch.

Die erste Bürgermeisterin
Raber bekam 249, Bauer 157 der gültigen Stimmen, die Wahlbeteiligung betrug 89 Prozent. Gewählt wurde, weil der bisherige Ortschef Willbald Höchtl (SPÖ) im April gestorben ist. Michaela Raber ist damit auch die erste Bürgermeisterin im Südburgenland.

"Oberste Priorität hat der Hochwasserschutz, die Sanierung der Güterwege und dass wir unser Team für die nächste Wahl stärken und möglichst viel von dem umzusetzen, was ich vorhabe", so Raber.
Die Reaktionen der Landespolitik.
"Historisches Ergebnis"
Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) bezeichnet den Wahlerfolg von Michaela Raber als historisch, weil sie die erste Frau an der Spitze einer südburgenländischen Gemeinde sei.

SPÖ-Landesrätin und Bezirksparteivorsitzende Verena Dunst sieht darin ein wichtiges Signal für alle Frauen.

Als "achtbares Ergebnis" bezeichnet ÖVP-Bezirksparteiobmann Leo Radakovits das Abschneiden von Adolf Bauer bei der Wahl. Ein fairer und sachlicher Wahlkampf habe mit einem achtbaren Ergebnis geendet, so Radakovits.
Die SPÖ stellt acht Sitze im Gemeinderat, die ÖVP drei.
Ruhiger Wahlkampf
Sowohl die SPÖ als auch die ÖVP hatten das Konterfei ihrer Spitzenkandidaten im Ort plakatiert. Der Wahlkampf selbst ist aber - wie man hört - in den vergangenen Wochen relativ ruhig verlaufen.

Rauchwart gilt als rote Gemeinde. Im Gemeinderat stellt die SPÖ acht Sitze, die ÖVP drei. Bei der letzten Bürgermeisterwahl im Jahr 2007 hatte die ÖVP keinen Spitzenkandidaten aufgestellt.
Der Mechanikermeister ist seit 20 Jahren Gemeinderat.
Adolf Bauer für die ÖVP
KFZ-Mechanikermeister Adolf Bauer war für die Volkspartei ins Rennen um das Bürgermeisteramt gegangen. Bauer ist seit 20 Jahren Gemeinderat. Es gelte in Rauchwart unter anderem, die Lösung Hochwasserproblems weiter fortzuführen, sagte Bauer im Vorfeld der Wahl.
Adolf Bauer. (Bild: ORF) "Zur Führung im Stande"
"Ich will Zeit für Rauchwart investieren und einige Veränderungen durchführen. Ich hoffe, dass ich den Wählern so entgegenkomme, dass ich als Feuerwehrkommandant schon gezeigt habe, dass ich Rauchwart zu verändern und zu führen im Stande bin", so Bauer.
Die Kindergartenpädagogin ist seit 2007 Gemeinderätin.
Michaela Raber für die SPÖ
Die SPÖ Rauchwart hatte erstmals eine Frau als Spitzenkandidatin nominiert. Michaela Raber, von Beruf Kindergartenpädagogin, ist seit 2007 Gemeinderätin.

Sie wolle Ortschefin werden, weil ihr die Heimatgemeinde am Herzen liege, weil sie die Menschen gut kenne und einiges bewegen möchte, hatte sie im Vorfeld der Wahl gesagt. Ihre Vorhaben: Hochwasserschutz, die Sanierung der Güterwege, Attraktionen am Badesee und Wohnraum für Jungfamilien schaffen.
"Gute Chancen"
"Meine Chancen, Bürgermeisterin zu werden sind recht gut, weil wir fleißig gearbeitet haben, schon einiges umgesetzt haben und weil ich bei den Hausbesuchen auf viele positive Begegnungen gestoßen bin", so die SPÖ-Kandidatin vor der Wahl.
464 Wahlberechtigte
Insgesamt 464 Wahlberechtige haben am Sonntag entschieden, wer künftig an der Spitze der Gemeinde Rauchwart steht. Michaela Raber hat sich durchgesetzt.
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