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MI | 11.04.2012
A 380 in Wien gelandet (Bild: Flughafen Wien)
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Dritte Piste: Entlastung für das Burgenland
Der geplante Bau einer dritten Piste auf dem Flughafen Wien Schwechat sorgt seit Wochen für Diskussionen. Für das Burgenland würde diese dritte Piste jedenfalls eine Entlastung bedeuten.
Rund 100 Anrainer kamen zur UVP.
Nö. Landesregierung am Zug
Am Mittwoch ist in Schwechat die mündliche Verhandlung zur Umweltverträglichkeitsprüfung zu Ende gegangen.

Nun entscheidet die Niederösterreichische Landesregierung ob gebaut wird oder nicht.

Norburgenland in der Einflugschneise
Auch das Nordburgenland ist Einflugsschneise für den Flughafen Wien Schwechat. Eine Lärmmessung, die in Purbach vor ein paar Jahren durchgeführt wurde, hatte zwar ergeben, dass durch den Flugzeuglärm keine Grenzwerte überschritten werden.

Allerdings ist das Dröhnen der Flugzeuge für die Anrainer auch nicht angenehm.

Entlastung für Anrainer
Daher würde der Bau der dritten Piste auf dem Flughafen jedenfalls für das Burgenland eine Enlastung bedeuten, so Thomas Perlaky, Chef der Abteilung Raumordnung des Landes.
45 Prozent fliegen über das Burgenland
Derzeit gehen bis zu 45 Prozent der Flüge die Wien-Schwechat angesteuern wird
über das Burgenland. Das könnte sich durch die dritte Piste ändern.

Diese geplante rund 3,7 Kilometer lange Start-und Landebahn würde sich auf das Gemeindegebiet von Fischamend, Klein Neusiedl, Rauchenwarth, Schwadorf und Schwechat erstrecken - allerdings machen Lärmgegner dort mobil.

Piste gilt als umweltverträglich
Die Entscheidung "Bau Ja oder Nein" trifft die Niederösterreichische Landesregierung. Laut Gutachten gilt die Piste als umweltverträglich.

Die Entscheidung der Niederösterreichischen Landesregierung wird zu Jahresende oder mit Beginn des kommenden Jahres erwartet. Die Entscheidung muss aber noch nicht endgültig sein, denn die Gegner der Flughafenpiste können noch beim Umweltsenat berufen.

Wien für dritte Piste
Die Stadt Wien, die im UVP-Verfahren Parteienstellung hat, hat sich bereits grundsätzlich für die dritte Piste ausgesprochen.
Mitglied im Verein Dialogforum.
Burgenland hat keine Parteienstellung
Das Burgenland hat in dem Verfahren keine Parteienstellung, sagt Perlaky.

Allerdings ist das Burgenland - neben Wien und Niederösterreich - Mitglied im Verein Dialogforum Wien.

In dieser Plattform geht es um den Flugverkehr Schwechat und dort kann das Burgenland zumindest mitreden.
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