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MI | 11.04.2012
Gurken (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Bauern bleiben auf Gurken sitzen
Die Angst vor dem EHEC-Keim trifft die auch die burgenländischen Gemüsebauern. Bis zu 70 Prozent weniger Gurken werden derzeit verkauft. Der Export nach Deutschland ist komplett zusammengebrochen.
Ernte nicht verkäuflich
Werner Perlinger in Wallern im Bezirk Neusiedl am See ist einer der größten Salatgurkenproduzenten in Burgenland. Auf einer Fläche von sieben Hektar baut Perlinger Gemüse an. In seinem Betrieb wachsen 115.000 Gurkenpflanzen. Seit Anfang Februar wird jeden zweiten Tag geerntet, denn die Gurken müssen abgeschnitten werden, egal, ob sie verkauft werden oder nicht.
Der Markt ist so gut wie zusammengebrochen.
Kaum Nachfrage
Wegen des EHEC-Keims ist die Nachfrage nach Gurken derzeit eher bescheiden. "Die Situation ist katastrophal, wir verkaufen nur etwa 30 Prozent unserer Gurken. Der Export nach Deutschland wurde gestoppt", sagt Werner Perlinger.
Herkunftspickerl (Bild: ORF) Ärger macht sich breit
Obwohl die heimischen Gurken in Ordnung sind, können sie nicht verkauft werden. Auch die Gemüsebäuerin Gelinde Ulrich - auch sie ist in Wallern daheim - bleibt auf ihren Gurken sitzen. In ihrem Betrieb werden jeden zweiten Tag 20.000 Gurken geerntet.

Der Schaden sei enorm, wer dafür aufkommt, sei unklar, sagt Ulrich. Sie ist verärgert: "Wie kommen wir heimischen Gärtner dazu, dass wir für etwas verantwortlich gemacht werden, für das wir nichts können."

Ein rot-weiß-rotes Herkunftslandpickerl soll nun helfen, die Konsumenten wieder auf den Geschmack zu bringen.
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