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MI | 11.04.2012
Polio-Schluckimpfung (Bild: ORF)
GESUNDHEIT
50 Jahre Polio-Schluckimpfung
Vor 50 Jahren wurde in Österreich großflächig die Polio-Schluckimpfung eingeführt. Eine schreckliche Seuche verlor damit ihren Schrecken. Davor starben viele Kinder an der Kinderlähmung oder blieben stark behindert.
Beispiel Walter Eckhardt
Der Unterloisdorfer Walter Eckhardt erkrankte 1955 im Alter von sieben Jahren an Kinderlähmung. Er hatte hohes Fieber, die Lähmung erfasste die Atmungsorgane, er musste in die "Eiserne Lunge" und überlebte nur mit viel Glück die Polioerkrankung.
Walter Eckhardt (Bild: ORF)
"Ich konnte nicht einmal meine Finger bewegen. Das einzige, das ich immer bewegen konnte beim Befall durch die Polio, waren die Zehen", so Eckhardt.
Zahlen
Von 1946 bis 1961 erkrankten in Österreich an die 13.000 Kinder an Polio, 1.500 von ihnen starben.
Schluckimpfung kam 1961
Nach vielen Rückschlägen in der Forschung war es Anfang der 1960er-Jahre soweit: Die Schluckimpfung gegen Kinderlähmung kam zum großflächigen Einsatz.
"Unerhört erfolgreich"
Fast die gesamte österreichische Bevölkerung nahm an der Impfaktion teil, erinnerte sich der Arzt Gottfried Egermann. "Das war unerhört erfolgreich, ähnlich wie bei der Pockenimpfung. Mit der Durchimpfung der Bevölkerung ist die Krankheit eigentlich ausgerottet worden."
Todesfälle drastisch zurückgegangen
Seit Einführung der Schluckimpfungsaktion verlief die Krankheit in Österreich nur mehr in insgesamt sechs Fällen tödlich - zuletzt 1973.
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