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MI | 11.04.2012
Zucker (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Zuckerpreis: Ungarn hamstern im Burgenland
Kunden aus Ungarn stürmen derzeit die Geschäfte im Burgenland, um sich mit Zucker einzudecken. Denn der Preis für Zucker ist in Ungarn seit Jahresbeginn deutlich gestiegen.
Rasanter Preisanstieg
Zucker aus Österreich und der Slowakei ist derzeit bei Kunden aus Ungarn besonders begehrt. Denn Anfang des Jahres lag der Preis in Ungarn bei rund 200 Forint (rund 80 Cent) pro Kilo, jetzt zahlt man bis zu doppelt so viel.
Hintergrund
In Ungarn gibt es nur noch eine Zuckerfabrik. Sie erzeugt rund ein Drittel der Menge an Zucker, die in Ungarn pro Jahr verbraucht wird. Der Rest muss importiert werden - meist in Euro. Und weil der Forint relativ schwach ist, treibt das den Preis in die Höhe. Noch dazu ist die Situation auf dem Weltmarkt angespannt. Und all das macht den Zucker in Ungarn teuer.
Zucker (Bild: ORF) Wollen "palettenweise" kaufen
Die Folge: Menschen aus Ungarn kaufen im Burgenland und in der Slowakei Zucker - oft in großen Mengen.

In einem Abholmarkt in Eisenstadt beispielsweise kaufen ungarische Kunden derzeit die Regale immer wieder leer. "Es kommen immer wieder Käufer, die palettenweise kaufen wollen", sagte Andreas Hackl von dem Markt.

Vergangene Woche habe es Aktionspreise auf Zucker gegeben, da sei der Ansturm riesig gewesen, so Hackl.
Nur in Haushaltsmengen
Seit zwei Wochen kommen auch täglich Anfragen aus Ungarn. Manche Kunden wollen die süße Ware sogar tonnenweise kaufen.

Doch im Abholmarkt wird der Zucker nur in Haushaltsmengen verkauft, also etwa 20 bis 30 Kilo.
Lager sind gut gefüllt
Angst, dass der Zucker hierzulande ausgeht, muss man nicht haben - die Zuckerlager sind durchwegs gut gefüllt.
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