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MI | 11.04.2012
Wilhelm Heissenberger (Bild: ORF)
POLITIK
Heißenberger: Privatmann ab Ende Oktober
Nach seinem Geständnis bei der Landtagswahl 13 Wahlkarten gefälscht zu haben, ist Wilhelm Heißenberger vom Amt des Bürgermeisters mit 31. Oktober zurückgetreten. Ab kommenden Montag ist Heißenberger also Privatmann.
Knüller im heimischen Politherbst
Es war einer der Knüller im heimischen Politherbst: Das Geständnis des Unterrabnitzer Bürgermeisters, Wilhelm Heißenberger, bei der Landtagswahl im Mai 13 Wahlkarten gefälscht zu haben.

Bis heute wird darüber gerätselt, was einen bis dahin unbescholtenen und beliebten Ortschef und früheren ÖVP-Landtagsabgeordneten dazu veranlasst hatte, sich einen derartigen Fehltritt zu leisten.

Vom Amt des Bürgermeisters ist er mit 31. Oktober zurückgetreten. Ab kommenden Montag ist Heißenberger also Privatmann.
Bürgermeister-Neuwahl Anfang 2011
Der Rücktritt Wilhelm Heißenbergers ist schriftlich erfolgt und braucht keine weiteren kommunalpolitischen Schritte.

Ab Montag, dem 1. November, führt Vizebürgermeister Johann Steinriegler (SPÖ) die Amtsgeschäfte. Bis zur Neuwahl des Bürgermeisters, die vermutlich Anfang des kommenden Jahres stattfinden wird. Für die Ausschreibung ist die Landesregierung zuständig.
Heißenberger rechnet mit einer bedingten Strafe.
Ermittlungsverfahren: Ausgang offen
Wilhelm Heißenberger scheidet auch aus dem Gemeinderat von Unterrabnitz/Schwendgraben aus und ist ab nächster Woche Privatmann. Als solcher ist er Fachlehrer für Innenausbau an der HTL Mödling.

Offen bleibt, wie das von der Korruptionsstaatsanwaltschaft geführte Ermittlungsverfahren ausgeht.

Es geht um den Verdacht des Amtsmissbrauchs. Heißenberger selbst hat ja gestanden 13 Wahlkarten gefälscht zu haben und rechnet jetzt, wie er am Mittwoch gegenüber dem ORF Burgenland sagte, mit einer bedingten Strafe. Der Strafrahmen reicht von sechs Monaten bis zu fünf Jahren Haft.
Weitere Wahlfälschungen vermutet
Bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft wartet man derzeit auf den Abschlussbericht der Kriminalpolizei, dann werde über die Anklage entschieden.

Bestätigt wird auch, dass weitere Anzeigen wegen vermuteter Wahlfälschungen erfolgt sind.
Auch hier werde der Verdacht geprüft, so Eva Habicher von der Korruptionsstaatsanwaltschaft.
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