Burgenland ORF.at
MI | 11.04.2012
Rathaus Eisenstadt (Bild: ORF)
GESCHICHTE
Eisenstadt wurde vor 85 Jahren Hauptstadt
Heute vor 85 Jahren, am 19. Oktober 1925, wurde Eisenstadt offiziell zur Haupstadt des Burgenland. Allerdings erst 1981 erhielt die Stadt den verfassungsmäßigen Rang der Landeshauptstadt.
Landesregierung saß in Sauerbrunn
Als das Burgenland letztendlich 1921 trotz der bewaffneten Kämpfe um das Terretorium zu Österreich gekommen war, verlor das Gebiet nach der Volksabstimmung in Ödenburg seine eigentliche Haupstadt.

Vorerst war der Sitz der Landesregierung und des Beamtenapparates in Sauerbrunn angesiedelt.
Vier Kandidaten
Als es daran ging, eine Landeshauptstadt zu finden, schafften es vier Kandidaten, Sauerbrunn, Eisenstadt, Mattersburg und Pinkafeld in die engere Auswahl. Eisenstadt schaffte es schließlich.
Eisenstadt sollte Zwischenlösung sein
Eigentlich war aber als Zwischenlösung gedacht, weil der Anspruch auf Sopron (Ödenburg) als Hauptstadt des neuen Bundeslandes nicht fallen gelassen wurde.
Landhaus Eisenstadt, 50er-Jahre (Bild: LAnd)
Zitat
In der Landesverfassung von 1926 heißt es daher auch, "Sitz der Landesregierung ist Eisenstadt, der Landtag tagt am Sitz der Landesregierung" - eine Landeshauptstadt wird nicht erwähnt.
Schloss Esterhazy, historische Aufnahme (Bild: Land)
Erst seit 1981 korrekter Status
Auch nach 1945 blieb Eisenstadt faktisch provisorische Hauptstadt, erst 1965 wurde der Landeshauptstadtstatus von der Freistadt selbst im Stadtrecht verankert.

Juristisch korrekt wurde Eisenstadt schließlich im Jahr 1981 Landeshauptstadt. Damals wurde Eisenstadt in der Verfassung als Landeshauptstadt verankert.
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