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MI | 11.04.2012
Abladen von Hilfsgütern. (Bild: ORF)
UMWELT
Giftschlamm: Hilfe aus dem Burgenland
Die Umweltkatastrophe in Ungarn hat sich wie befürchtet ausgeweitet. Die Menschen in der verseuchten Region sind auf Hilfe angewiesen - und das Burgenland hilft. Die Firma Leier hat Hilfsgüter ins Katastrophengebiet gebracht.
Sachspenden für Ungarn
Das Leier-Betonwerk in Horitschon war Anlaufstelle für die, die helfen wollen. Zahlreiche Burgenländer brachten ihre Sachspenden für die Krisenregion in Westungarn ins Werk.

Diverse Waren wurden umgehend auf einen großen Lkw verladen und umgehend ins Krisengebiet gebracht. Schon acht Lkws mit Hilfslieferungen haben die rund eineinhalb Stunden lange Fahrt hinter sich.

Verteilt werden die Güter direkt über die Mitarbeiter des Leier-Werks. "Wir müssen die Lieferung dorthin bringen, wo die Leute was brauchen - nicht dass Fremde irgendetwas zusammenhamstern können", sagt Firmenchef Michael Leier.
Hilfsgüter in Lagerhalle. (Bild: ORF)
Überschwemmtes Feld. (Bild: ORF)
Leier-Werk als Warenlager
Im hauptbetroffenen Ort Devecser zeigt sich immer noch ein Bild der Verwüstung. Die nach dem Dammbruch bis zu zwei Meter hohen Schlammassen haben ihre roten Spuren hinterlassen.

An ein Abladen der Hilfsgüter im Ort ist nicht zu denken, daher werden die Lieferung aus dem Burgenland ins Leier-Werk am Ortsrand gebracht. Es ist von der roten Flut verschont geblieben.

Trotz allem läuft im Ziegelwerk derzeit nur auf Sparflamme, viele Mitarbeiter sind mit dem Beseitigen der ärgsten Schäden beschäftigt, sagt Vrasko Zsolt vom Leier-Werk Devecser.
Von Kleidung bis Lebensmittel
"In dieser Situation brauchen die Leute alles, was möglich ist. Sie brauchen alles - von Kleidung bis hin zu Lebensmitteln", so der Werksleiter.
Kolontar. (Bild: ORF)
Fernsehstationen belagern Kolontar
Der Nachbarort Kolontar ist quasi in einem "Belagerungszustand". Hier haben zahlreiche Fernsehstationen mit ihren Satellitenwagen Quartier bezogen.

Auch in Kolontar ist derzeit an eine geordnete Verteilung der Hilfsgüter nicht zu denken. Auch die Lieferung für Kolontar wird daher zunächst ins Leier-Werk gebracht.

Denn Bedarf an den Hilfslieferungen besteht mehr als genug - schließlich bietet der ganze Landstrich immer noch ein Bild der Verwüstung.
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