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MI | 11.04.2012
Riesenbärenklau. (Bild: ORF)
RIESENBÄRENKLAU
Giftige Pflanze sorgt für Aufregung
Im Burgenland sorgt eine giftige Pflanze für Aufregung: Der Riesenbärenklau, der in mehreren Ortschaften entdeckt wurde, kann zu Verbrennungen dritten Grades führen. Die Feuerwehr rückte mit Schutzanzügen aus.
Pflanzenplage
Was die Algenplage an Italiens Stränden ist, das könnte der Riesenbärenklau im Burgenland werden. Die hohen Pflanzen mit großen Dolden sind für Menschen nicht ungefährlich.

In mehreren Gemeinden wurde die giftige Riesenpflanze bereits entdeckt. Ohne entsprechende Schutzhandschuhe sollte man sie aber nicht angreifen.
Bärenklau. (Bild: ORF)
Aus dem Kaukasus
Der Riesenbärenklau wird rund dreieinhalb Meter hoch, er stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde vor mehr als hundert Jahren als Zierpflanze nach Österreich gebracht.

Er verbreitet sich durch eine große Anzahl von Samen sehr rasch und ist eine Bedrohung für die heimische Pflanzenwelt.
Verbrennungen drohen
Nicht ganz ungefährlich ist er auch für die Menschen. Denn der Pflanzensaft kann in Verbindung mit Sonnenlicht auf der Haut zu Verbrennungen dritten Grades führen.

Man sollte die Pflanze, wenn unbedingt nötig, nur mit Handschuhen angreifen, so Johann Sommer, Naturschutzorgan der burgenländischen Landesregierung.
Dolden. (Bild: ORF)
Stengel. (Bild: ORF)
Gefahr auch für Kinder
Besonders für Kinder kann das Hantieren mit der Pflanze gefährlich werden. Fälle von Verletzungen seien bisher nicht bekannt, so Sommer.
Feuerwehr rückte aus
In Illmitz im Seewinkel und auch im Kurort Bad Sauerbrunn (Bezirk Mattersburg) wurde die giftige und gefährliche Pflanze bereits entdeckt.

In Bad Sauerbrunn, wo ein Kurgast auf rund 40 Pflanzen gestoßen war, rückte nun die Feuerwehr aus, um den Riesenbärenklau unschädlich zu machen.
Feuerwehrmann. (Bild: ORF)
Nicht einfach
Die Vernichtung des Riesenbärenklaus ist zum einen nicht ungefährlich, zum anderen gar nicht so einfach. Seine Samen sind sehr widerstandsfähig und ein abgeschnittener Stängel treibt im nächsten Jahr wieder aus.
Samen und Pflanzen verbrennen
Die Samen des Riesenbärenklaus können nur durch Verbrennen unschädlich gemacht werden. Und das geschieht auch mit den Exemplaren des Riesenbärenklaus aus Bad Sauerbrunn. Sie werden dem Feuer zum Opfer fallen, so ist zumindest die erste Gefahr gebannt.
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