Burgenland ORF.at
MI | 11.04.2012
Pannonia Bahn (Bild: ORF).
VERKEHR
Neuer Name für Bahnstrecke: "Pannoniabahn"
"Pannoniabahn" - auf diesen Namen ist die Bahnlinie Wulkaprodersdorf-Eisenstadt-Neusiedl am See Dienstagvormittag getauft worden. Die beschleunigte Strecke soll so noch mehr ins Bewusstsein der Fahrgäste rücken.
10 Minuten schneller, ohne Umsteigen
Ohne Umsteigen und um zehn Minuten schneller als früher sind die Fahrgäste seit einem halben Jahr auf der nun Pannoniabahn getauften Bahnlinie in Wien.

Schon ab Schützen ist es nun attraktiver, über Neusiedl statt über Wulkaprodersdorf zu fahren. Und das wird bereits einigermaßen gut angenommen: In den ersten vier Monaten ist die Zahl der Fahrgäste um 14 Prozent angestiegen.
"Stehen zu dieser Strecke"
Der neue Name soll nun noch mehr Fahrgäste anlocken. Der Weiterbestand der Strecke ist jedenfalls gesichert, obwohl die Linie im Vorjahr auf einem ominösen Einstellungspapier aufgetaucht ist, sagt ÖBB-Vorstandsdirektorin Gabriele Lutter:

"Ich glaube mit der Elektrifizierung ist deutlich ein Zeichen gesetzt worden, dass wir zu dieser Strecke stehen. Daher auch der Ausbau dieser Strecke", so Lutter.
Zugtaufe (Bild: ORF).
Für die Namensfindung, wurde ein Wettbewerb ausgerufen.
Der Sieger: Walter Berger aus Schattendorf
Der neue Name wurde über einen Wettbewerb der BVZ und den ÖBB ermittelt. Insgesamt gab es 500 Bewerbungen, elf schlugen den Namen "Pannonia Bahn" vor. Walter Berger aus Schattendorf hat schließlich den Wettbewerb gewonnen.
Noch ein möglicher Betreiber
Schlimmstenfalls gäbe es aber ohnehin einen weiteren möglichen Betreiber der Linie, sagt Raaberbahn-Generaldirektor Csaba Szekely:

"Sollte es seitens des ÖBB-Konzerns, ähnlich wie in Niederösterreich, Bestrebungen geben, das Netz irgendwie zu entflechten, sind wir selbstverständlich zu diesbezüglichen Gesprächen bereit", so Szekely.
Für den Bau ist keine UVP notwendig.
Neues Projekt: Schleife Eisenstadt
Zunächst steht aber ein Projekt an, das beide Bahnen, ÖBB und Raaberbahn betrifft: Die sogenannte Schleife Eisenstadt in Wulkaprodersdorf.

Mittlerweile steht fest, dass für den Bau keine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig ist, was das Verfahren verkürzt.
Endgültige Entscheidung im Herbst
Geplant ist nach derzeitigem Stand ein Baubeginn im nächsten Jahr und eine Fertigstellung Ende 2012, die Kosten sind auf 17 Millionen Euro veranschlagt.

Da im Moment aber alle Projekte im Verkehrsministerium evaluiert werden, ist eine endgültige Entscheidung, ob und wann gebaut wird, erst im Herbst zu erwarten.
Ganz Österreich
Burgenland News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News