Burgenland ORF.at
MI | 11.04.2012
Unwetter (Bild:ORF)
BEZIRK OBERWART
Schwere Schäden nach Hochwasser
Die starken Regenfälle und das damit verbundene Hochwasser am Montag haben schwere Schäden im Südburgenland hinterlassen. Der Ruf nach Schutzbauten wird jetzt wieder laut.
Etliche Wohnhäuser verwüstet
Die Wassermassen sind weg, zurück bleiben verschlammte und demolierte Häuser sowie verzagte Bürger. Das Hochwasser am Montag hat erhebliche Schäden im Raum Pinkafeld-Riedlingsdorf (Bezirk Oberwart) angerichtet.

Etliche Wohnhäuser und Gärten entlang der Pinka sind total verwüstet. Vor den Häusern stapelt sich das zerstörte Inventar. Besonders stark betroffen ist das Anwesen von Harald Mühl in Riedlingsdorf.
"So etwas war noch nie da"
"So etwas war noch nie da. Wir haben unser Haus im Jahr 1958 gebaut, aber seither hatten wir noch nie Wasser im Keller. Und jetzt hatten wir einen Meter Wasser im Keller. Ich habe mir ein Büro eingerichtet - das ist alles kaputt. Auch die Kellerfenster sind eingedrückt - es ist eine Katastrophe", sagt Harald Mühl.
Flugzeuge und Autos beschädigt
Allein der Schaden bei der Familie Mühl beträgt rund 30.000 Euro. Beim Flugplatz Pinkafeld, wo normalerweise Flugzeuge starten und landen, liegen am Dienstag angeschwemmte Autos. Sie sind nur mehr Wracks.

Und auch die Flugzeuge im Hangar wurden durch die Wassermassen beschädigt, sagt Florian Forcher vom Fliegerclub Pinkafeld.
Fliegerclub: Mehr als 50.000 Euro Schaden
"Bei uns sind sechs eigene Flugzeuge stärker betroffen und drei fremde. Nach den ersten Schätzungen sind sicher mehr als 50.000 Euro Schaden", sagt Forcher.
Auto in Bach (Bild:ORF).
Ruf nach Hochwasserrückhaltebecken
Der Ruf nach einem Hochwasserrückhaltebecken für Pinkafeld ist seit Montag wieder laut geworden. Bei einem Lokalaugenschein am Flugplatz informierte Bürgermeister Kurt Maczek (SPÖ) am Dienstag über den aktuellen Planungsstand.
"Baubeginn im Herbst oder Frühjahr"
"Das Hochwasserrückhaltebecken soll auf der linken Seite der Landefläche des Flugplatzes hinkommen. Wir haben bis jetzt große Probleme mit den Anrainern gehabt. Es hat Enteignungsverfahren gegeben, mittlerweile ist der Stand so, dass Teil eins des Projekts fertig ist und eingereicht wurde. Letztendlich kann im Herbst oder im Frühjahr mit dem Baubeginn gerechnet werden", so Maczek.
Bundesheer im Hochwassereinsatz in Pinkafeld (Bild: Österreichisches Bundesheer).
Gesamtkosten: Fünf Millionen Euro
Die Gesamtkosten werden mit fünf Millionen Euro beziffert. Am Dienstagvormittag gab es im Pinkafelder Rathaus auch eine Lagebesprechung.

Dabei bedankte sich der Stadtchef bei der Feuerwehr und dem Bundesheer für den vorbildhaften Einsatz gestern, wodurch noch größerer Schaden abgewandt werden konnte.
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