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MI | 11.04.2012
Schwarze Fahne
CHRONIK
Land trauert um Theodor Kery
Auch das offizielle Österreich trauert um Altlandeshauptmann Theodor Kery. Der Verstorbene wird vor allem als Architekt des modernen Burgenlandes gewürdigt.
Fischer: Große Verdienste
Bundespräsident Heinz Fischer äußerte "große Betroffenheit" über Kerys Tod. Er habe mit Kery seit den 60-er Jahren in der einen oder anderen Weise zusammengearbeitet, sagte Fischer.

Der frühere Landeshauptmann habe zweifellos großen Anteil an der Modernisierung und dem Aufholprozess des Burgenlandes gehabt und er habe sich große Verdienste bezüglich der Entwicklung des Landes erworben, so der Bundespräsident.
Faymann tief betroffen
Auch SPÖ-Chef Werner Faymann zeigte sich "tief betroffen" über das Ableben seines Parteifreundes. "Theodor Kery konnte in seiner Amtszeit den Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung des Burgenlands legen", sagte Faymann. Die Burgenländer profitieren noch heute von Kerys erfolgreicher Arbeit.

Unter Kery habe das Burgenland ein neues Gesicht bekommen, sagte Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ).
Niessl: Kery hat neue Ära eingeleitet
Theodor Kery sei Architekt und Baumeister des erfolgreichen burgenländischen Weges gewesen, erklärte Niessl in einer ersten Reaktion auf Kerys Tod.

Kery habe den Aufstieg des Burgenlandes begründet und die neue Ära des modernen Burgenlandes eingeleitet. Er habe in vielen Bereichen - in der Wirtschaft und vor allem auch durch den Ausbau der Bildung - "den Grundstein für das erfolgreiche Burgenland von heute gelegt", so Niessl.
Steindl: Politiker mit Format
Als "Politiker mit Format, Handschlagqualität und Tatkraft" bezeichnete Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl den verstorbenen Altlandeshauptmann. Dessen Führungsstil sei zwar nicht immer auf Gegenliebe gestoßen, auf sein Wort habe man aber immer vertrauen können.

Obwohl Kery eine "große Persönlichkeit mit vielen Ecken und Kanten" gewesen sei, habe er in vielen Bereichen das Gemeinsame vor das Trennende gestellt, so Steindl.
Krojer: Unbestrittene Verdienste
Theodor Kery habe unbestrittene Verdienste für die Modernisierung des Burgenlandes geleiste, sagte die Klubobfrau der Grünen, Grete Krojer.

Die Person Theodor Kery sei jedoch auch Sinnbild für die Widersprüche der burgenländischen SPÖ: Einerseits Bemühen um die Modernisierung des Landes, andererseits ein zeitweise problematisches Verhältnis zur Macht, so Krojer.
Tschürtz: Außergewöhnlicher Charismatiker
Theodor Kery sei ein außergewöhnlicher Charismatiker gewesen, erklärte FPÖ-Klubobmann Johann Tschürtz. Kery sei in einer
Phase Landeshauptmann gewesen, als das Burgenland einen beachtlichen Aufholprozess im
Vergleich zu anderen Bundesländern beginnen konnte.

Negative Auswüchse von Kerys Machtpolitik wie Privilegien- und Parteibuchwirtschaft, ändern nichts daran, dass Kery als einer der bedeutendsten Politiker in die Geschichte des Burgenlandes der Nachkriegszeit eingegangen ist, so Tschürtz.
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