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MI | 11.04.2012
Wahl-Feature (Bild: ORF)
LANDTAGSWAHL
Zwei Neuerungen für Wähler
Bei der Landtagswahl am Sonntag gibt es für die Wähler zwei Neuerungen. Erstmals ist die Briefwahl erlaubt. Und bei der Vergabe von Vorzugsstimmen gilt nun das Prinzip: Vorzugsstimme schlägt Parteistimme.
Wahlordnung im Dezember geändert
Im Dezember hat der Landtag mit den Stimmen der SPÖ die Wahlordnung geändert - Wahltaktik aus Sicht der anderen Fraktionen. Diese Änderung bringt zwei wichtige Neuerungen für die Wähler.
Briefwahl-Premiere
Erstmals können die Wähler bei der Landtagswahl im Burgenland ihre Stimme per Briefwahl abgeben.
Wahlkarte (Bild: ORF)
Die dafür nötigen Wahlkarten konntenschriftlich beim Gemeindeamt beantragt werden - bis vier Tage vor dem Wahltermin. Bis zwei Tage vor dem Wahltag konnte dies mündlich geschehen.

Spätestens am dritten Tag nach der Wahl muss die Karte bei der Kreiswahlbehörde eingelangt sein.
Neue Vergabe von Vorzugsstimmen
Die andere wichtige Änderung betrifft die Vergabe von Vorzugsstimmen.

Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren konnte man nur auf der Wahlkreisliste Vorzugsstimmen vergeben, und zwar maximal drei.
Vorzugsstimme nur innerhalb der Partei
Das ist nun anders: Man kann jetzt einem Kandidaten auf der Landesliste und maximal drei Kandidaten auf der Wahlkreisliste eine Vorzugsstimme geben.

Wichtig dabei: Man darf Vorzugsstimmen nur innerhalb einer Partei vergeben. Stimmensplitting ist nicht erlaubt.
Vorzugsstimme schlägt Parteistimme
Auch gilt erstmals das Prinzip: Vorzugsstimme schlägt Parteistimme.

Wer die Partei X ankreuzt und gültige Vorzugsstimmen an Kandidaten der Partei Y vergibt, wählt die Partei Y.
Stimmzettel (Bild: ORF)
Thema auch im Wahlkampf
Die SPÖ hat darauf reagiert und führte einen Vorzugsstimmenwahlkampf. Das erregte den Unmut der anderen Parteien.
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