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MI | 11.04.2012
Bahnstrecke Südburgenland (Bild: ORF)
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Neustart für Regionalbahn im Süden
Das Tauziehen um die Zukunft der Bahnstrecken der Südburgenländischen Regionalbahn hat ein Ende: Das Land kauft die Bahnlinie Oberwart-Oberschützen, damit die Museumsbahn dort weiterfahren kann.
Die Gleisbauarbeiten bei Großpetersdorf sind abgeschlossen, was noch fehlen, sind die Lichtzeichen.
Gleisbauarbeiten abgeschlossen
Noch immer ist für die Personenzüge aus Wien und Wiener Neustadt in Oberwart Endstation, obwohl schon seit beinahe zehn Jahren vom Ausbau der Bahn bis Großpetersdorf die Rede ist.

Die Gleisbauarbeiten sind auch schon abgeschlossen. Für die Sicherung der Bahnübergänge mit Lichtzeichen fehlte der Südburgenländischen Regionalbahn aber bisher das Geld.
Gleisbauarbeiten bei Großpetersdorf (Bild: ORF).
Die Museumsbahn zwischen Oberwart und Oberschützen war ebenfalls in Gefahr.
Drei Probleme mit einem Schlag beseitigt
Gleichzeitig war die Museumsbahn zwischen Oberwart und Oberschützen in Gefahr, weil die Südburgenländische Regionalbahn den Pachtvertrag nicht verlängert hat.

Und nicht zuletzt wackelte auch der Güterverkehr zwischen Großpetersdorf und Rechnitz, weil die Strecke dringend sanierungsbedürftig ist. Nun werden alle drei Probleme mit einem Schlag beseitigt.
Das Land bezahlte für den Kauf der Bahnlinie 300.000 Euro.
Land kaufte Linie Oberwart-Oberschützen
Das Land kauft die Linie Oberwart-Oberschützen von der Südburgenländischen Regionalbahn um 300.000 Euro, damit hier weiterhin Museumszüge fahren können.
Bahnhof Großpetersdorf (Bild: ORF).
Die Linie Oberwart-Großpetersdorf wird in den nächsten eineinhalb Jahren endgültig für den Personenverkehr adaptiert.

Die Linie Großpetersdorf-Rechnitz wird saniert, damit auch weiterhin Güterverkehr möglich ist. Damit ist auch der Bestand einiger Firmen in Rechnitz gesichert, sagte der zuständige Landesrat Helmut Bieler (SPÖ).
Züge bis Großpetersdorf: Ab 2011
Den Verkaufserlös der Bahntrasse zwischen Oberwart und Oberschützen, sowie einiger weiterer Grundstücke, muss die Südburgenländische Regionalbahn in die Sanierung der bei ihr verbleibenden Linie Oberwart-Rechnitz investieren.

Die immer wieder verschobene Verlängerung der Personenzüge bis Großpetersdorf soll nächstes Jahr nun wirklich erfolgen.
Museumsbahn (Bild: ORF).
Museumsbahn fährt ab Mai wieder
Schon ab Mai fahren wieder die Sonderzüge der Museumsbahn Oberwart-Oberschützen an Wochenenden und Feiertagen.

Mittelfristig könnte die ÖBB-Erlebnisbahn sogar einmal wöchentlich wieder Züge von Wien nach Bad Tatzmannsdorf führen.

Verwaltet wird die Museumsbahn künftig von der Kurbad-Tatzmannsdorf AG. Betrieben wird sie wie bisher von den Freunden der Bahnlinie Oberwart-Oberschützen.
Reaktion
Die Grünen hätten bereits vor mehr als sieben Jahren den Ausbau der Bahnlinie von Oberwart nach Szombathely und den Ausbau von Oberwart nach Wien gefordert. Bis heute sei "wenig bis gar nichts beim Bahnausbau im Südburgenland passiert", kritisiert die Klubobfrau und Verkehrssprecherin der Grünen, Grete Krojer.

Es brauche "ganz rasch eine Verbindung nach Szombathely und damit die Anbindung an ein höherrangiges Schienennetz. Statt 500 Millionen Euro in eine Schnellstraße im Südburgenland zu investieren, die keiner will, würde der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs der Region viel mehr bringen."
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