Burgenland ORF.at
MI | 11.04.2012
Flasche mit Sodawasser. (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Sodawasser-Erzeuger sterben aus
Kracherl und Limonaden, die von örtlichen Getränkeherstellern erzeugt werden, sind schon beinahe Vergangenheit. Internationale Getränkekonzerne haben die kleinen Sodawasser-Erzeuger weitgehend verdrängt.
Nur mehr 22 Getränkeerzeuger
Noch vor einigen Jahrzehnten gab es fast in jedem Dorf einen Getränkeerzeuger der Wirte und Privatkunden mit Limonaden und Sodawasser versorgte. Heute gibt es im Burgenland nur mehr 22 Getränkeerzeuger.
Peter Lichtscheidl wirft seine Sodawasser-abfüllanlage an. (Bild: ORF)
"Fünf vor zwölf"
Einer dieser Getränkeerzeuger ist der Schattendorfer Hans Peter Lichtscheidl. Er gibt aber zu, dass es fast unmöglich ist, gegen den Konkurrenzdruck der Handelsriesen zu bestehen: "Deshalb ist es bei uns auch fünf vor zwölf. Ich hoff', ich schaff' es noch in die Pension, aber es wird ganz eng." Er räumt den kleinen Getränkeherstellern keine Überlebenschancen ein.
Sodawasser-Abfüllanlage. (Bild: ORF)
Kunden schätzen Service
Service wird bei Lichtscheidl groß geschrieben. Er punktet vor allem bei älteren Kunden, die nicht mobil sind und bei Berufstätigen, die sich keine Zeit nehmen wollen, um sich mit Getränken einzudecken. Diese Art der Nahversorgung ist zwar aufwändig, sagt Lichtscheidl, werde aber von den Kunden geschätzt.
Sodawasserflasche. (Bild: ORF)
Probleme mit Kraftfahrgesetz
Zu schaffen macht Lichtscheidl auch die oft strenge Auslegung des Kraftfahrgesetzes. Beim Ausliefern der Getränke von Haus zu Haus, ist es fast unmöglich das Ladegut, also die Kisten, genau nach den Vorschriften zu sichern und das obwohl nur im Schritttempo wenige Meter weit gefahren wird.

Die Strafen für den Lenker sind oft höher als die gesamte Wagenladung wert ist, rechnet Lichtscheidl vor.
Ganz Österreich
Burgenland News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News