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MI | 11.04.2012
Altes Foto einer Dampflok (Bild: ORF)
GESCHICHTE
Auf den Spuren der alten Körmend-Bahn
Einst hatte auch Güssing einen Bahnanschluss mit einem eigenen Bahnhof. Doch das ist Geschichte. Es gibt aber noch einige Bauwerke die an jene Zeit erinnern, als die Körmend-Bahn in Güssing noch Halt machte.
Der ehemalige Güssinger Bahnhof (Bild: ORF) Nur mehr Reste vorhanden
Das ehemalige Bahnhofsgebäude in Güssing ist heute eine privates Wohnhaus samt Arztordination. Von dort führten einst die Schienen bis nach Körmend. Mit etwas Glück finden man noch einige Reststücke der einst 25 Kilometer langen Lokalbahn zwischen Körmend und Güssing.
Mit der Bahn wurden auch große Mengen an Holz transportiert.
Bahn brachte Arbeit
Nach einer zehnjährigen Bauzeit wurde die Bahnlinie im August 1899 eröffnet. Die Errichtung kostete 260.000 Kronen, eigene Aktien wurden dafür aufgelegt.

Die Bahnlinie im Stremtal diente nicht nur der Personen- und Postbeförderung, sondern vor allem dem Holztransport. Enorme Mengen an Bau- und Sägeholz wurden mit der Eisenbahn nach Ungarn geliefert. Am Bahnhof Güssing gab es damals eine kleine Holzindustrie, von der viele Menschen lebten.
Alte Aufnahme von Bahnarbeitern (Bild: ORF)
Ehemalige Eisenbahnbrücke (Bild: ORF) 1945 kam das endgültige Aus
Im Februar 1945 - also vor genau 65 Jahren - fuhr der letzte Zug nach Güssing. Mit Kriegsende wurde der Bahnbetrieb komplett eingestellt.

Einige bauliche Überreste erinnern heute noch an die Lokalbahn Güssing-Körmend. Etwa eine Brücke in einem abgelegenen Waldstück in der Nähe von Moschendorf.
Straße statt Schienen
Auf dem ehemaligen Eisenbahndamm im unteren Stremtal verläuft heute die B56. und in Strem steht noch das Bahnhofsgebäude, das mittlerweile ebenfalls einen Privatbesitzer gefunden hat.
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