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MI | 11.04.2012
AK-Schild (Bild: ORF)
ARBEITERKAMMER
Anstieg bei Rechtsschutzberatungen
Das Krisenjahr 2009 hat einen dramatischen Anstieg von Verstößen gegen Gesetze und Verträge durch die Arbeitgeber gebracht. Diese Bilanz haben Arbeiterkammer und ÖGB gezogen.
67.500 Beratungen
Die Wirtschaftskrise könne keine Rechtfertigung sein, um bewusst und mit Vorsatz gegen Gesetze und Verträge zu verstoßen, so Arbeiterkammerpräsident Alfred Schreiner.

2009 haben AK und ÖGB im Burgenland 67.500 Beratungen durchgeführt, um 12 Prozent mehr als 2008. Der Gesamtstreitwert betrug im Vorjahr elf Millionen Euro. Das entspricht immerhin 8.100 durchschnittlichen burgenländischen Monatslöhnen von 1.350 Euro rechnete Schreiner vor.
Klagen gegen Arbeitgeber
In fast 4.000 Fällen musste die AK bei Arbeitgebern intervenieren, damit die Arbeitnehmer zu ihrem Recht, bzw. zu ihrem Geld kamen, sagte die AK-Arbeitsrechtexpertin Doris Graser Kern. In 305 Fällen aber mussten Klagen gegen den Arbeitgeber eingebracht werden.
Betriebsräte schlichten im Vorfeld
Die wenigsten Schwierigkeiten gebe es in Firmen, die einen Betriebsrat installiert haben, meinte ÖGB-Landessekretär Gerhard Michalitsch. Betriebsräte könnten schon im Vorfeld Probleme zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausräumen, ohne Schlichtungsstellen oder Gerichte anrufen zu müssen, so Michalitsch.
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