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MI | 11.04.2012
Michel Reimon (Bild: ORF)
POLITIK
Michel Reimon ist Spitzenkandidat der Grünen
Die Grünen haben am Mittwoch ihren neuen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl präsentiert: Der 38-jährige Kommunikationsberater Michel Reimon wird antreten.
War Pressesprecher
Burgenlands Grüne gehen bei der Landtagswahl mit einem neuen Spitzenkandidaten ins Rennen: Klubobfrau Grete Krojer hat angekündigt, nicht mehr für Platz Eins auf der Landesliste zu kandidieren. Diesen Platz soll künftig Michel Reimon einnehmen.

Der Siegendorfer hat Informatik studiert, er ist Kommunikationsberater und Autor dreier Bücher - darunter "Die sieben Todsünden der EU". Außerdem war Reimon vor drei Jahren im Landesvorstand der Grünen und bis knapp vor Weihnachten 2009 Pressesprecher der Grünen.
Grete Krojer, Michel Reimon (Bild: ORF)
Reimon erinnerte daran, dass der volle Name der Grünen "die Grüne Alternative" laute: "Mein Ziel ist es, den Menschen genau diese Alternative bei der bevorstehenden Landtagswahl zu bieten", sagte er.

Rot und Schwarz seien für einen "totalen Stillstand" in der Umweltpolitik verantwortlich und würden "ihre ganze Kraft in einen populistischen Wettlauf darum, wer am schärfsten gegen die Schwächsten vorgeht und wer den größten Sicherheitsapparat aufbaut", stecken.
Fühlt sich Anforderung gewachsen
Er fühle sich absolut der Anforderung gewachsen, meinte Reimon. Er sei seit 14 Jahren aktiv politisch tätig und habe die Landtagsarbeit jahrelang aus der Nähe miterlebt.
Krojer, Vlasich (Bild: ORF) Krojer kandidiert, Vlasich nicht mehr
An zweiter Stelle der Landesliste wird Grete Krojer kandidieren, Landessprecher Josko Vlasich kandidiert nicht mehr.

"Wir werden ein gutes Team sein", meinte Krojer, die sich um Platz zwei auf der Liste bewerben will. Die Kombination von personeller Veränderung und politischer Kontinuität finde sie als sehr gute Mischung. Sie habe sich die Entscheidung lange überlegt und rechne mit ihrer Bestätigung am zweiten Listenplatz.
Dritter Listenplatz noch unbesetzt
Der dritte Listenplatz ist noch offen. Laut Statuten der Grünen muss ihn eine Frau bekommen. Wer im Gespräch ist, wird nicht verraten.
Grüne wollen im Landtag bleiben
Die Grünen wollen auf jeden Fall wieder in den Landtag kommen. Bei der letzten Wahl haben sie knapp fünf Prozent und zwei Mandate erreicht.

Wer im Fall des Falles dann den Klub leiten wird, darüber habe man noch nicht geredet, sagten Grete Krojer und Michel Reimon.
Die Reihung für diese Wahl wird bei der Landesversammlung der Grünen am 30. Jänner fixiert.
Andere Verhältnisse, anderes Arbeiten
Bei den Themen werde es inhaltliche Kontinuität geben. Zu Veränderungen werde es durch eine Änderung der politischen Verhältnisse im Land kommen: "Wir gehen davon aus, dass es nach dieser Wahl andere Verhältnisse geben wird und wir einfach anders arbeiten können als jetzt in einer Absoluten Mehrheit der SPÖ", so Reimon.

Die Reihung für diese Wahl wird bei der Landesversammlung der Grünen am 30. Jänner in Mattersburg fixiert. Mit Problemen bei der Abstimmung werde nicht gerechnet, sagte Reimon.
Reaktion
SPÖ-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich ortete eine "tiefe Personal- und Orientierungskrise bei den Grünen". Die Grünen würden mit ihrer Personalentscheidung Gefahr laufen, nach der Wahl nicht mehr im Landtag vertreten zu sein. Der neue GrüneSpitzenkandidat sei "ein unbeschriebenes Blatt" und könne keine landespolitische Erfahrung einbringen, sagte Hergovich.
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