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MI | 11.04.2012
Schlossplan (Bild: ORF)
EISENSTADT
Schlosssanierung: Peichl-Pläne in Buchform
Schloss Esterhazy soll generalssaniert werden. Die Pläne von Architekt Gustav Peichl gibt es nun in Buchform. Doch das Land Burgenland ist nicht mehr dabei. Land und Esterhazy Privatstiftung konnten sich über die Finanzierung nicht einigen.
Getrennte Wege
Das Schloss Esterhazy wird ab 1. Jänner von der Esterhazy Privatstiftung verwaltet und nicht mehr vom Land Burgenland. Land und die Stiftung konnten sich über Ausmaß und Finanzierung einer Generalsanierung von Schloss Esterhazy nicht einigen, sodass man künftig getrennte Wege geht.

Architekt Gustav Peichl wurde mit der Planung beauftragt. Seine Arbeiten sind abgeschlossen und wurden in einem Buch zusammengefasst.
Schlossplan (Bild: ORF)
Neues und Altes soll im Schloss Esterhazy verknüpft werden. Das Schloss soll jedenfalls generalsaniert werden. Seit fünf Jahren gibt es die Idee. Vielfach entspreche das Schloss einfach nicht den Anforderungen eines Kulturbetriebes im 21. Jahrhundert, so die Esterhazy Privatstiftung. Der Haydn-Saal gehöre klimatisiert und der Zugang zum Schloss solle mit Liften behindertengerecht ermöglicht werden.
Für Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts
"Das historisch geladenen Gebäude soll für die Bedürfnisse der Kultur und des Tourismus, der Menschen des 21. Jahrhunderts neu ausgerichtet werden", so Stefan Ottrubay, der Generaldirektor der Esterhazy Betriebe.
Schlossplan (Bild: ORF)
Bei der Erstellung der Pläne wurde darauf geachtet, die Architektur des Schlosses im Wesentlichen zu erhalten.
Schlossplan (Bild: ORF)
Gustav Peichl (Bild. ORF)
"Elastisches Bauwerk unter Berücksichtigung der Substanz des Schlosses", so Peichl.
Kommt wieder ein Graben?
Angedacht ist allerdings, den rund um das Schloss verlaufende mittlerweile zugeschüttete Graben wieder zu öffnen.

"Wir haben einen Backstagebereich, wir haben neue Räume für Kongresse oder aber kleine Konzerte geschaffen - ein elastisches Bauwerk unter Berücksichtigung der Substanz des Schlosses, die eine großartige ist", so Peichl.
60 bis 70 Millionen Euro
Die grobe Kostenschätzung dafür liegt bei 60 bis 70 Millionen Euro.
Stefan Ottrubay (Bild: ORF)
Wir werden auch stärker mit pivaten Partnern ins Gespräch kommen wollen", so Ottrubay.
Esterhazy kann Summe allein nicht aufbringen
Da diese Summe Esterhazy allein nicht aufbringen kann, stellt sich die Frage, wie realistisch das Projekt ist- zumal das Land Burgenland die Mittel, die für das Schloss in den nächsten zehn Jahren geplant waren, nun in eigene Immobilien investiert.

"Die Gespräche werden weitergehen. Es werden auch neue Varianten angedacht. Wir werden auch stärker mit pivaten Partnern ins Gespräch kommen wollen", so Ottrubay.
Die Arbeiten sollen frühestens in drei bis vier Jahren beginnen.
Buch soll sensibilisieren
Das Buch "Schloss Esterhazy in Eisenstadt" soll jedenfalls für das Projekt Generalsanierung Schloss Esterhazy sensibilisieren. Die Arbeiten sollen frühestens in drei bis vier Jahren beginnen.
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