Burgenland ORF.at
MI | 11.04.2012
Feuerwehrleute im Einsatz. (Bild: Eduard Erber, Bezirksfeuerwehrkommando Jennersdorf)
Hochwasser
Aufräumarbeiten voll im Gange
Nach den verheerenden Überschwemmungen der vergangenen Tage sind im Burgenland nun die Aufräumarbeiten voll angelaufen. Mitarbeiter der Gemeinden, Feuerwehren und freiwillige Helfer versuchen, die Schäden zu beseitigen.
35 Feuerwehren im Einsatz
Etwa 35 Feuerwehren seien noch im Hilfseinsatz, hieß es Freitagvormittag aus der Feuerwehralarmzentrale in Eisenstadt.

Die Pegel der Bäche und Flüsse seien teilweise deutlich gesunken, teilte der Hydrographische Dienst mit. Die Aufmerksamkeit der Experten gilt weiterhin der Leitha, die noch sehr viel Wasser führt, etwa bei Zurndorf. Aktuell gebe es aber keine Gefahr, sagte Michael Hauser von der Landesfeuerwehrzentrale.
Schwerpunkte Wulka und Strem
Der Schwerpunkt der Aufräumarbeiten liege derzeit im Nordburgenland im Bereich der Wulka und im Südburgenland im Bereich der Strem, wo mehrere Feuerwehren mit Aufräumarbeiten beschäftigt seien, so Hauser.
Möbel stapeln sich vor den Häusern
Seit den frühen Morgenstunden laufen die Aufräumarbeiten in Güssing und Strem auf Hochtouren. Man hat hier den Eindruck, als wolle die Bevölkerung auswandern - vor den Häusern stapeln sich Möbel, Elektrogeräte und anderer Hausrat.
Güssing: Radiologie unter Wasser
Die Radiologie des bekannten Güssinger Arztes Schahbasi ist total verwüstet, sie stand einen Meter tief unter Wasser. Techniker und Angestellte schafften Freitagvormittag die Gerätschaften ins Freie.

"Wir müssen schauen, was noch zu retten ist. Die elektronischen Geräte wie etwa der Magnetresonanzapparat sind kaputt", sagte die Angestellte Gerti Miksits.
Einrichtung vom Schlamm befreien
Auch das benachbarte Institut für physikalische Medizin wird am Freitag ausgeräumt. Massagetische und Geräte würden im Hof vom Schlamm befreit, erzählte die Mitarbeiterin Christine Krtschal.

Derzeit werden die betroffenen Geräte gereinigt und in die örtliche Hauptschule gebracht, wo es vorerst einen "Notbetrieb" geben soll, so Kritschal. Bis kommende Woche wird das Therapiezentrum selbst außer Betrieb sein.
"Nachbarschaftshilfe großgeschrieben"
Nachbarschaftshilfe wird in diesen Tagen in den betroffenen Gemeinden großgeschrieben.
Die Feuerwehren müssen nach wie vor überflutete Keller auspumpen, sagte Herbert Wukitsevits von der Feuerwehr Steinfurt.
"Froh den Leuten helfen zu können"
"Wir sind seit vorgestern im Einsatz, jeden Tag bis in den frühen Morgen, aber wir sind froh, dass wir den Leuten helfen können. Wir sehen auch, wenn man hilft, wird auch die Feuerwehr geehrt", so Wukitsevits.
Erneut Gewitter im Süden
Die Lage im Südburgenland scheint weiterhin ernst zu bleiben. In den Bezirken Güssing und Jennersdorf gab es Freitagmittag erneut heftige Gewitter.
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