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MI | 11.04.2012
Fred Sinowatz. (Bild: APA)
POLITIK
Reaktionen: Trauer um Fred Sinowatz
Altbundeskanzler Fred Sinowatz ist tot. Er starb im Wiener AKH nach schwerer Krankheit. Die Reaktionen aus der Politik fielen bewegt aus. Die SPÖ-Granden zeigten sich erschüttert.
Bundespräsident Heinz Fischer (Bild: ORF) Fischer: Bemüht, den Menschen zu dienen
"Mit ihm verliert Österreich nicht nur einen aufrechten Patrioten und einen engagierten Staatsmann sondern wir verlieren darüber hinaus einen warmherzigen und liebenswürdigen Menschen", sagte Bundespräsident Heinz Fischer.

"In allen seinen politischen Funktionen hat sich Fred Sinowatz mit ganzer Kraft bemüht, seinen Mitmenschen zu dienen und zur Verbesserung ihrer Lebensumstände beizutragen."

"Ich persönlich werde Fred Sinowatz, mit dem ich seit mehr als 45 Jahren eng befreundet gewesen und einen langen gemeinsamen Weg gegangen bin, immer aufrichtig verbunden bleiben", sagte der Bundespräsident. Der Familie des Verstorbenen drückte er seine tiefempfundene Anteilnahme aus.
Hans Niessl (Bild: ORF) Niessl: Burgenlands SPÖ trauert
"Die Sozialdemokratie des Burgenlandes trauert um einen der erfolgreichsten und profiliertesten Landes- und Bundespolitiker, die das Land Burgenland jemals hervorgebracht hat", sagte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ).

"Altbundeskanzler Fred Sinowatz hat als Landespolitiker, als Kulturlandesrat sich große Verdienste um das Burgenland erworben. Er hat als Bundesminister für Unterricht wesentlich dazu beigetragen, dass Bildungsbarrieren abgebaut werden. Auch die Einführung der Gratis-Schulfahrt und des Gratis-Schulbuches."
"Wichtige Weichenstellungen"
"Und er hat als Bundeskanzler wichtige Weichenstellungen für ein soziales, modernes und wirtschaftlich starkes Österreich gestellt. Unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl gilt der Familie", so Niessl.
Franz Steindl. (Bild: ORF) Steindl: Hat Österreich verändert
Würdigende Worte kamen auch von der ÖVP -Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl : Er bezeichnete Fred Sinowatz als überzeugten Humanisten, der Österreich nachhaltig verändert hat.

"Unvergessen werden seine Menschlichkeit und sein aufrichtiges Engagement für die sozial Schwachen sein", so Steindl
Werner Faymann (Bild: ORF) Faymann: "Unschätzbares geleistet"
Der neue SPÖ-Vorsitzender Werner Faymann sagte, Fred Sinowatz habe für die Sozialdemokratie unschätzbares geleistet. "Wir verliere mit Fred Sinowatz einen großen Politiker und einen wahren Menschenfreund", so Faymann.
Alfred Gusenbauer (Bild: ORF) Gusenbauer: "Verliere guten Freund"
Sinowatz sei ein großer Österreicher gewesen, der entscheidend am Werdegang Österreichs zu einem modernen Staat mitgewirkt habe, würdigte Bundeskanzler Alfred Gusenbauer seinen verstorbenen Parteifreund: "Mit Sinowatz verlieren wir einen Menschen mit großer Erfahrung, Klugheit und tiefer Menschlichkeit. Ich persönlich verliere einen guten und lieben Freund."
Wilhelm Molterer (Bild: ORF) Molterer: Höchster Respekt, großer Dank
ÖVP-Bundesparteiobmann Vizekanzler Wilhelm Molterer zeigt sich tief betroffen vom Ableben des Alt-Bundeskanzlers Fred Sinowatz. "Sinowatz hat die Politik von der sprichwörtlichen Pieke auf gelernt und gekannt. Bis zuletzt war er mit seiner burgenländischen Heimat eng verbunden", so Molterer.

"Sinowatz führte Österreich durch die schwierige Zeit der rot-blauen Koalition. Zudem hat er die österreichische Bildungslandschaft maßgeblich geprägt. Dafür gebührt ihm höchster Respekt und großer Dank".
Darabos tief betroffen
Tief betroffen vom Ableben des ehemaligen Bundeskanzlers und SPÖ-Parteivorsitzenden Fred Sinowatz zeigt sich Verteidigungsminister Norbert Darabos.

"Österreich verliert mit Fred Sinowatz einen Politiker, der als Bundeskanzler und Unterrichtsminister die Republik entscheidend geprägt hat. Ich selbst verliere einen väterlichen Freund, dem ich seit langem persönlich eng verbunden war", so Darabos.
Blecha: Einer der redlichsten Menschen
Pensionistenchef Karl Blecha, lange Weggefährte von Sinowatz, nannte ihn "einen der intellektuell redlichsten und aufmerksamsten Menschen, die mir in der Politik je begegnet sind".

Er verliere einen seiner engsten Freunde. "Als Vater der freien Schulfahrt und der freien Schulbücher hat Fred sich schon zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt", unterstrich Blecha.
Pehm: Menschlicher Politiker
SPÖ-Landesgeschäftsführer Georg Pehm sagte, das Burgenland habe einen menschlichen Politiker verloren, dem das Land ein großes Anliegen war.
Tschürtz: Bodenständiger Burgenländer
Mit Fred Sinowatz verliere die heimische Innenpolitik eines der letzten großen und nachahmenswerten Vorbilder, sagte FPÖ-Landeschef Johann Tschürtz.

"Fred Sinowatz war ein treuer und bodenständiger Burgenländer, an dessen ehrlicher Nähe zu den Menschen und ihren Sorgen sich viele aktive Politiker ebenfalls ein Beispiel nehmen sollten."
Vlasich: Für Kultur und Bildung
"Das Burgenland verliert mit Fred Sinowatz einen liebenswerten Menschen, großen Politiker und Kulturfreund", so die Reaktion des Grünen Landessprechers Josko Vlasich.

"Der Abbau sozialer Schranken bei der Bildung und die Chancengleichheit waren Fred Sinowatz besonders wichtig. In diesem Bereich hat er Großes geleistet", so Vlasich abschließend.
Bischof Paul Iby (Bild: ORF) Bischof Iby: Beachtliche Persönlichkeit
"Fred Sinowatz war eine beachtliche Persönlichkeit im öffentlichen Leben des Burgenlandes und auf Bundesebene als Unterrichtsminister und Bundeskanzler. Seine Kontakte zur Kirche waren immer gut, ebenso meine persönlichen Kontakte zu ihm", sagte der Eisenstädter Diözesanbischof Paul Iby
Schwarze Fahnen
Als Zeichen der Trauer sind Neufeld, die Hofburg, das Bundeskanzleramt und das Parlament in Wien sowie das Landhaus in Eisenstadt seit Montagnachmittag schwarz beflaggt.
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