Burgenland ORF.at
MI | 11.04.2012
Eingestürzte Hauswände (Bild: ORF)
WETTER
Nach Unwettern: Menschen stehen im Chaos
Die Aufräumarbeiten nach den schweren Unwettern dauerten den ganzen Dienstag an. Die Schlammschicht in vielen Häusern ist bis zu 20 Zentimeter dick. In Sieggraben rutschten Teile zweier Häuser mit einem Hang ab.
34 Feuerwehren waren im Land im Einsatz.
Menschen sprechen von Katastrophensommer
Die Menschen, deren Häusern von den schweren Regenfällen getroffen wurden, sind verzweifelt. Manche sprechen bereits von einem Katastrophensommer, vor allem jene, die nicht zum ersten Mal mit den Wassermassen zu kämpfen hatten.
Zentimeterhoch im Schlamm
Die großen Regenmengen überschwemmten die Keller im Nord- und Mittelburgenland am Montag innerhalb von Minuten. Als die Gewitter und Hagelschauer abzogen, hinterließen sie Chaos und zentimeterhohe Schlammschichten.
Eingestürzte Hauswände (Bild: ORF)
In Sieggraben traf es zwei Hausbesitzer besonders schwer. Der Hang unter ihren Häusern wurde von den Wassermassen unterspült, die Mauern gaben nach und rutschten mit dem Hang ab. Verletzt wurde niemand.
Zerstörtes Haus (Bild: ORF)
Anton maras (Bild: ORF)
Schwere Schäden auch in Kobersdorf
Auch in Kobersdorf sorgten die Unwetter für schwere Schäden. Keine 15 Minuten hätten sie gedauert, sagen die Kobersdorfer und doch so viel Schaden angerichtet. Die Hauptstraße stand bis zu 70 Zentimeter unter Wasser.
Klaus Resch (Bild: ORF)
Kaputte Trauben (Bild: ORF) Hagel: Trauben faulen auf den Stöcken
Schwer getroffen hat es auch viele Winzer im Blaufränkischland. Dort gingen am Montag schwere Hagelgewitter nieder und vernichteten einige der besten Rieden. die Trauben beginnen bereits auf den Stöcken zu faulen.
Besonders betroffen waren die Gemeinden Deutschkreutz, Horitschon und Neckenmarkt.
Schaden von 2,5 Millionen Euro
Nach ersten Schätzungen der Österreichischen Hagelversicherung sind diesmal rund 600 Hektar Weinanbauflächen betroffen.

"Das gestrige Hagelunwetter hat nach ersten Schätzungen für die burgenländischen Winzer einen Gesamtschaden von 2,5 Millionen Euro verursacht," erklärte der Generaldirektor Kurt Weinberger.
Angst vor neuen Gewittern
Manche Betroffenen ließen schließlich Galgenhumor walten. Sie machten sich ans Aufräumen und fürchten sich dennoch vor den nächsten Gewittern.
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