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MI | 11.04.2012
Gabriele Arenberger (Bild: SPÖ)
POLITIK
SPÖ: Gabriele Arenberger tritt zurück
Die burgenländische SPÖ-Abgeordnete Gabriele Arenberger legt mit 31. Juli ihr Landtagsmandat nieder. Auslöser dürfte die Entscheidung über eine Funktion gewesen sein.
Bezirksentscheidung für Gerhard Steier
Arenberger hatte sich zuvor um den Vorsitz der Bezirks-SPÖ Eisenstadt-Umgebung beworben. Bei der Bezirkskonferenz am Donnerstag wurde der Nationalratsabgeordnete Gerhard Steier, der ebenfalls kandidiert hatte, zum Vorsitzenden gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Landtagspräsident Walter Prior an.

Die Leithaprodersdorferin Arenberger hatte sich darum beworben und ihre Bewerbung schließlich zurückgezogen, als klar war, dass der Siegendorfer Gerhard Steier SPÖ-Bezirksparteichef von Eisenstadt-Umgebung wird.
Arenberger gibt sich zurückhaltend.
Persönliche Gründe
Im Gespräch mit dem ORF Burgenland sagt die zweifache Mutter Arenberger nur, sie ziehe sich aus persönlichen Gründen aus der Landtagspolitik zurück.

Ihr Gemeinderatsmandat in Leithaprodersdorf will die 47-Jährige behalten. Ihr Nachfolger im Landtag wird der Trausdorfer Robert Hergovich.
Seit Dezember 2000
Die Leithaprodersdorferin gehört seit 28. Dezember 2000 dem Burgenländischen Landtag an und ist untern anderem Umwelt- und Agrarsprecherin der SPÖ-Fraktion.
Niessl nimmt Rücktritt zur Kenntnis
Man müsse Arenberger Rücktritt zur Kenntnis nehmen, sagte dazu SPÖ-Chef, Landeshauptmann Hans Niessl. "Wir sind dabei die Erneuerung des gesamten Bezirkes Eisenstadt voranzutreiben, es wird jeder Landtagsbageordnete im Bezirk bei der nächsten Landtagswahl neu besetzt und da sind nun wichtige Weichenstellungen vorgenommen worden", sagte Niessl.
Dunst bedauert Arenbergers Abgang
SPÖ-Frauenlandesrätin Verena Dunst sagte, sie verliere durch Arenbergers Abgang nicht nur eine Parteikollegin sondern auch eine weibliche Mitstreiterin. "Ich bin aber überzeugt, dass 2010 wieder eine Frau aus dem Eisenstädter Bezirk in den Landtag kommen wird", meint Arenberger.
Illedits überrascht
Der Schritt Arenbergers habe ihn überrascht, er nehme ihre Entscheidung zur Kenntnis, so SPÖ-Klubobmann Christian Illedits. Arenberger habe ihn am Montag darüber informiert und am Dienstag mit der Meldung bei der Landeswahlbehörde ihren Schritt definitiv gemacht. Sie sei "eine hervorragende Abgeordnete", so Illedits.
Reaktionen von ÖVP und Grünen
Die Vorgänge rund um den Rücktritt von Arenberger seien typisch für das Chaos und die Machtkämpfe innerhalb der SPÖ Burgenland, saget ÖVP-Klubobmann Rudolf Strommer. Die SPÖ versinke in Grabenkämpfen, so Strommer.

Die Klubobfrau der Grünen Grete Krojer bedauert den Rücktritt von Arenberger. In der SPÖ sei der Frauenanteil in Führungspositionen immer noch verschwindend klein. Es sei schade, dass die SPÖ qualifizierten Frauen keine Chance gebe, so Krojer.
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