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MI | 11.04.2012
Roboter-Segelboot (Bild: ORF)
NEUSIEDLER SEE
Roboter bestreiten Segel-WM im Burgenland
Auf dem Neusiedler See segeln derzeit Roboter um die Weltmeisterschaft. Ein österreichischer Robotersegler tritt gegen Boote aus Kanada, Portugal und Großbritannien an.
Die Veranstaltung ist Teil des EU-Projekts "Centrobot", einer Robotikinitiative in der Region Wien-Bratislava.
Vier Teams im Wettkampf
In Breitenbrunn startete nun die erste Roboter-Segel-Weltmeisterschaft. Die Initiative dazu ging vom österreichischen Team rund um Roland Stelzer aus.

Das heimische Boot, das ASV-Roboat, misst sich in verschiedenen Wettfahrten mit anderen vollautomatischen Jollen aus Kanada, Portugal und Großbritannien.
Roland Stelzer (Bild: ORF)
"Das Boot ist mit Solarpaneelen ausgestattet, um die Energie zu bekommen. Das Boot entscheidet je nach Wind- und Wellenverhältnissen", so Roland Stelzer.
Österreichs Boot ist Favorit
Im Wettstreit mit den anderen Nationen ist das Team Österreich übrigens in der Favoritenrolle - bei den letzten zwei internationalen Wettkämpfen hatte das "ASV Roboat" die Nase vorn.
Atlantik soll in Angriff genommen werden
"Wettervorhersagen haben wir noch nicht im Programm. Es ist aber geplant. Denn im Herbst wollen wir das Boot vollautomatisch über den Atlantik schicken, und da wird das sicher Thema sein", so Stelzer.
Zu sehen sind die Roboter vor Breitenbrunn, Podersdorf und Neusiedl.
48 Stunden-Rennen
Bei den Weltmeisterschaften auf dem Neusiedler See wird es auch ein 48 Stunden-Rennen geben.

In Breitenbrunn, Podersdorf und Neusiedl am See werden die Roboter mit Segeln jeweils fünf Stunden verweilen.
Versuch: Roboter gegen Mensch
Auch ein Erstversuch ist für diese WM geplant: Erstmals wird ein Robotersegelboot in den direkten Vergleich mit einem menschlichem Segler geschickt.
Wissenschaftliche Konferenz
Im Rahmen der Veranstaltung findet auch eine wissenschaftliche Konferenz zum Thema Robotersegeln statt.
Anwednungsmöglichkeiten
Anwendungsmöglichkeiten der Robotertechnologie auf dem Wasser würden sich etwa als Beitrag für die Sicherheit in Extremsituationen oder beim Einsatz als Autopilot bieten, so Stelzer.

Dabei gingen die Fähigkeiten im Hinblick auf selbstständige Fahrt einschließlich Routenplanung über herkömmliche Autopiloten-Systeme weit hinaus.

Auch als Träger von Sensor-Bojen, die Messdaten aufnehmen, ließen sich robotergesteuerte Boote in Zukunft einsetzen.
Am Sonntag für die Öffentlichkeit zu sehen
Die teilnehmenden Boote werden am Sonntag der Öffentlichkeit präsentiert. Besucher können dabei aber auch andere High-Tech-Entwicklungen erleben, beispielsweise einen Roboter, der Cocktails mixt.

In der Slowakei wurde ein mit Dampf betriebener Roboter entwickelt, der ebenfalls zu sehen ist.
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