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MI | 11.04.2012
Familiengruft in Güssing. (Bild: ORF)
RELIGION
Zweitgrößte Gruft Österreichs in Güssing
Die zweitgrößte Familiengruft Österreichs liegt unter der Klosterkirche Güssing. Mehr als 100 Angehörige der Batthyanys haben hier die letzte Ruhestätte gefunden. Interessierte können Führungen durch die Gruft machen.
Mehr als 100 Familienmitglieder
Die ersten, die in der Familiengruft ihre letzte Ruhe fanden, sind das Stifterehepaar Aurora und Adam Batthyany. Es verstarb in den Jahren 1653 beziehungsweise 1659.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden in der zweitgrößten Familiengruft Österreichs etwas mehr als 100 Familienmitglieder des Adelsgeschlechtes begraben, so Raphael Rindler, Stadtpfarrer von Güssing.
Kirche und Bibliothek
"Wir Franziskaner nehmen die Gelegenheit wahr, hier auch Führungen durchzuführen, verbunden mit der Kirche und der alten Bibliothek in unserem Kloster", sagt der Pfarrer.
Prunk in der Gruft
Das Prunkstück der Gruft ist aber ein Bleisarkopharg, der von Baltasar Moll gefertigt wurde und in dem Karl Batthyany ruht. Der Bildhauer, der am Hofe Maria Theresias arbeitete, schuf zahlreiche Rokoko-Prunksarkopharge.
Bleisarg. (Bild: ORF)
Mehr Bilder von der Gruft der Batthyanys sehen Sie in Burgenland heute, 19.00 Uhr, ORF2.
Große Bedeutung
"Dieser Sarg ist das Prunkstück in dieser Gruft. Karl Batthyany war ein Feldherr und Erzieher von Joseph II. und hat somit auch große geschichtliche Bedeutung", so der Stadtpfarrer.
Enge Verbindung zu Ungarn
Neben dem mächtigen Bleisarkopharg sind auch noch einige Herz-Urnen von Familienmitgliedern des Adelsgeschlechtes zu finden, aber auch Kindersärge.

Kleine Kränze in den ungarischen Nationalfarben weisen auf die noch immer enge Verbindung der Batthyanys zum Nachbarland Ungarn hin.

Führungen durch die Gruft
Interessierte können die Familiengruft der Batthyanys in Güssing besuchen, die Franziskaner bieten Führungen an.
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