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MI | 11.04.2012
Schloss Esterhazy (Bild: ORF)
EISENSTADT
Schloss-Streit: Esterhazy verwalten privat
Im Streit mit dem Land Burgenland um die Sanierung von Schloss Esterhazy hat die Esterhazy Familien-Privatstiftung nun die Initiative ergriffen: Die Esterhazy Betriebe werden das Schloss ab 2010 selbst verwalten.
"Wir haben eine Reihe von Sanierungsvarianten und -zeitplänen erarbeitet."
Pachtvertrag wird nicht mehr verlängert
Als Konsequenz aus den vergangenen Diskussionen habe der Vorstand der Privatstiftung entschieden, dass der Pachtvertrag mit dem Land Burgenland nach Dezember 2009 nicht mehr verlängert wird, sagte Generaldirektor Stefan Ottrubay.

"Esterhazy hat sechs Jahre mit den höchsten Vertretern des Landes verhandelt", zahllose Modelle zur Kooperation seien erstellt worden, so Ottrubay: "Wir haben eine Reihe von Sanierungsvarianten und -zeitplänen erarbeitet."
Sicherung
Mitte März dieses Jahres sei der letzte Vorschlag für ein kleines Basismodul der Renovierungsarbeiten vom Land nicht akzeptiert worden.

"Es geht uns primär um die Sicherung dieses wertvollen und sehr wichtigen Gebäudes, das eine hohe Wichtigkeit nicht nur für das Burgenland, sondern für Gesamtösterreich, ja für die gesamte pannonische Region hat", erklärte Ottrubay.
Haydnjahr "in jeder Beziehung" gesichert
Nach Ende des Haydnjahres, für das die Vertragsverlängerung "in jeder Beziehung gesichert" sei, sei es die Aufgabe, unverzüglich für die Zukunft zu planen, sowohl von der baulichen Seite als auch bei der Suche nach Kooperationspartnern, so der Generaldirektor.
Reaktion:
Es sei sehr bedauerlich, dass die Esterhazy-Betriebe eine jahrzehntelange, faire Partnerschaft mit dem Land Burgenland einseitig aufkündigen, sagte SPÖ-Finanz- und Kultursprecher Georg Pehm.

Den Verantwortlichen müsse aber klar sein, dass sich das Land und die Steuerzahler nicht unter Druck setzen lassen - auch nicht vom größten und reichsten Großgrundbesitzer des Burgenlandes, so Pehm.

ÖVP-Kultursprecher Christian Sagartz sprach dagegen von einer Bankrott-Erklärung für die Kulturpolitik des Landes. Es sei völlig unverständlich, dass es zu keiner Einigung zwischen den SPÖ-dominierten zuständigen Landesstellen und der Esterhazy-Direktion gekommen sei.
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