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MI | 11.04.2012
Therme Stegersbach. (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Reiter kauft Thermenresort Stegersbach
Der Tiroler Hotelier Karl Reiter kauft das Thermenresort Stegersbach. Das gab der Verkäufer, die Landesgesellschaft WiBAG, am Donnerstag bekannt. Reiter betreibt bereits zwei Hotels in Bad Tatzmannsdorf.
Für Niessl ein "idealer Käufer"
Aus Sicht des WiBAG-Aufsichtsratsvorsitzenden Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) ist Reiter ein "idealer Käufer".

"Karl Reiter ist einer der erfolgreichsten Touristiker in Österreich, er hat gezeigt, was er kann. Im Burgenland hat er wesentlich dazu beigetragen, dass die Nächtigungszahlen gestiegen sind und dass sich die Region Bad Tatzmannsorf positiv entwickelt hat", so Niessl.
Reiter hat noch keine konkreten Pläne präsentiert.
Thermen bleibt öffentlich zugänglich
Die Therme Stegersbach soll auch unter dem neuen Eigentümer öffentlich zugänglich bleiben. Das versicherten sowohl Reiter als auch WiBAG-Vorstand Peter Schmitl.

Zu seinen Plänen mit dem Golf- und Thermenresort gab sich der neue Eigentümer noch zurückhaltend: "In erster Linie ist es die Aufgabe, die mich reizt", meinte der Hotelier: Bei der Therme werde "immer Familie im Mittelpunkt sein müssen als ein großer Bereich".
Wieviel Reiter für das Thermenresort bezahlt hat, wurde nicht verraten.
Stillschweigen über Kaufpreis
Zum - nicht genannten - Kaufpreis könne man sagen: "Er hat keine blutigen Spuren in der WiBAG hinterlassen", meinte Schmitl. Der Vorstand räumte aber auch ein, dass man "sicher nicht" alle in die Anlage investierten öffentlichen Gelder herausbekommen habe. Dabei handle es sich um Strukturbeiträge, es seien auch Fördermittel geflossen.

In der WiBAG-Bilanz habe man jedenfalls "keine Buchwert-Verluste realisieren müssen", so Schmittl. Das Projekt sei in der ersten Phase mit 40 Prozent, dann mit 35 und zuletzt mit 30 Prozent gefördert worden. Von den Gesamtinvestitionen habe das Fördervolumen im Schnitt rund 35 Prozent betragen.
Millionen-Investitionen
In die Fertigstellung des Thermal- und Golfresorts in den Jahren 1997 und 1998 durch Robert Rogner wurden rund 46,5 Millionen Euro investiert. Die WiBAG stieg ab dem Jahr 2000 ein. Im Jahr 2004 wurde die Anlage um rund 36 Millionen Euro saniert und erweitert.

In den vergangenen eineinhalb Jahren habe man versucht, die Anlage zu privatisieren. Seither habe es insgesamt 17 Interessenten gegeben, sagte WiBAG-Vorstand Franz Kast. Von vier "ernsthaften Kandidaten" hätten schließlich drei ein Angebot abgegeben, so Kast.
Mit Privatisierung auf "gutem Weg"
Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP) verwies auf den bis 2010 laufenden Privatisierungsplan für die Betriebe im Eigentum der WiBAG. Dabei sei man "auf einem guten Weg". Im Aufsichtsrat sei man sich darüber einig gewesen, dass man mit Reiter "einen hervorragenden Touristiker" bekomme. Im Raum Stegersbach seien in den letzten Jahren 131 Millionen Euro investiert worden.
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