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MI | 11.04.2012
Schloss Halbturn. (Bild: ORF)
TODESFALL
Paul Waldbott-Bassenheim gestorben
Kurz nach seinem 84. Geburtstag ist Paul Waldbott-Bassenheim am Mittwoch nach langer Krankheit gestorben. Er war Gutsherr über Schloss und Gut Halbturn, einen der größten Landwirtschaftsbetriebe im Burgenland.
In Ungarn geboren
Waldbott-Bassenheim wurde am 9. Februar 1924 in Ungarisch Altenburg geboren.
Lebenslauf
Seine Mutter war Marie Alice Habsburg-Lothringen, sein Onkel Albrecht Habsburg-Lothringen. Sein Vater war Gutsbesitzer in Ungarn.

Waldbott-Bassenheim besuchte in Ungarn das Gymnasium und dann an die königlich-ungarische Honved Oberrealschule in Sopron und Pecs.

Nach der Matura wurde er in Budapest zum Berufsoffizier ausgebildet. Im August 1944 kam er an die Front und geriet schließlich in Bayern in Gefangenschaft.

Danach führte er ein bewegtes Leben, war Betreuer von ungarischen Flüchtlingen, ging nach Spanien und arbeitete auch in Süddeutschland.
Das Gut Halbturn umfasst insgesamt rund 3.000 Hektar.
Gut in Halbturn geerbt
Nach dem Tod seines Onkels Albrecht Habsburg Lothringen erbte er das Gut in Halbturn.
Das Schloß war im Krieg schwer beschädigt worden, außerdem war das Gut auch finanziell belastet.

Durch den Verkauf eines Hofes in Deutsch Jahrndorf und von Grundstücken am See gelang es Waldbott-Bassenheim, das Gut auf einen erfolgreichen Weg zu führen.

Paul Waldbott Bassenheim lernte im Zuge der Hilfe für die Flüchtlinge aus Ungarn 1956 seine Frau Mariettheres kennen.
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