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MI | 11.04.2012
Motorrad (Bild: ORF)
GEFÄHRLICHE LEIDENSCHAFT
Immer öfter verunglücken ältere Biker
Samstagnachmittag ist eine gefährliche Zeit für Motorradfahrer, dann passieren nämlich die meisten Motorradunfälle. Immer öfter sind ältere Biker betroffen, weil etwa die Fahrpraxis fehlt. Heuer gab es bereits vier Tote.
Stärkere Maschinen, fehlende Praxis
Immer öfter sind also ältere Motorradfahrer Opfer von Unfällen. Der Grund dafür: Ältere Biker können sich stärkere Maschinen leisten, oft fehlt es ihnen aber an Fahrpraxis, bedingt auch durch die doch kurze Motorradsaison in unseren Breiten.

Immer mehr ältere Männer, die etwa in früheren Jahren begeisterte Motorradfahrer waren und dann jahrelang auf ihr Hobby verzichteten, fahren wieder Motorrad - bestätigt auch der Bernsteiner Händler Karl Felbauer.
Durchschnittlich 42 Jahre alt
"Der Trend zum Motorrad liegt eindeutig bei den Jahrgängen 1960, 1955, das heißt, das Durchschnittsalter der Motorradfahrer in Österreich liegt schon bei zirka 42 Jahren", sagt der Händler.
Schrittweise Gewöhnung
Der Händler rät jedem Neuling, sich zunächst eine kleinere Maschine zu kaufen und sich dann Schritt für Schritt an die größeren zu gewöhnen.

Dieses neue Phänomen, sich im Alter ein Motorrad zu kaufen, beschäftigt sich auch die Verkehrspsychologin Bettina Schützhofer.

Zwei Gruppen
Es gebe zwei Gruppen von Motorradfahrern: Jene, die sehr viel Fahrpraxis haben und jenen, die sich nach dem 40. Geburtstag den Traum von einer tollen Maschine verwirklichen und noch wenig Erfahrung haben.
Andere Anforderungen als im Auto
"Diese Gruppe begeht den Fehler, dass sie glaubt, 'Ich bin ein guter Autofahrer, ich muss auch ein geschickter Motorradfahrer sein', nur: Motorradfahren hat andere Anforderungen. Man braucht eine bessere körperliche Kondition, muss fitter sein, es ist anstrengend, man muss die schwere Maschine halten, gegen den Wind stemmen, dadurch wird man auch bald müde. Ist man müde, wird man unkonzentriert, dann steigt die Zahl der Fahrfehler. Und das kann zu den schlimmen Unfällen führen - und das tut es auch", so Schützhofer.
Regelmäßig trainieren
Experten raten Hobby-Motorradfahrern zu Fahrsicherheitstrainings - und zwar zu regelmäßigen.

Vier Tote
Im Burgenland verunglückten im ersten Halbjahr vier Motoradfahrer beziehungsweise Beifahrer bei Verkehsrunfällen tödlich.
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