Burgenland ORF.at
MI | 11.04.2012
SPÖ-Plakat. (Bild: ORF)
GEMEINSERATSWAHL
SPÖ präsentierte Plakat und Ziele
Die SPÖ Burgenland hat am Mittwoch in Eisenstadt ihre Werbelinie zur bevorstehenden Bürgermeister- und Gemeinderatswahl präsentiert. "Wir hängen uns rein" lautet der Slogan auf den Plakaten.
Ziel: "Historischer Ergebnis" toppen
Die Sozialdemokraten hätten sehr gute Chancen, das "historische Wahlergebnis" von 2002 mit 94 SP-Bürgermeistern nochmals zu toppen, so Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ).

In der Landeshauptstadt hat sich Spitzenkandidat Heinz Mock zum Ziel gesetzt, die Absolute Mehrheit der ÖVP im Gemeinderat zu brechen.
Plakatenthüllung. (Bild: ORF)
Plakat präsentiert
Niessl und Mock enthüllten in der Fußgängerzone gemeinsam das erste Wahlkampfplakat. Es zeigt die beiden Politiker mit der Ortstafel von Eisenstadt und dem Slogan "Wir hängen uns rein".

Das sei "eine authentische Botschaft", weil die Bürger täglich erleben könnten, dass sich Bürgermeister und Gemeinderäte für ihre Anliegen einsetzen, so Landesgeschäftsführer Georg Pehm.

Das Sujet kann auf Wunsch entsprechend abgewandelt für die jeweiligen Spitzenkandidaten in den Orten hergestellt werden.
Niessl: Gut aufgestellt
Das Ziel der SPÖ sei klar definiert: Man wolle gegenüber dem Ergebnis von 2002 weiter zulegen, so Niessl.

In den vergangenen Monaten sei sehr gute Vorbereitungsarbeit geleistet worden: "Wir sind sehr gut aufgestellt." Der Abstand zur ÖVP bei Kommunalwahlen "war noch nie so groß wie jetzt", erklärte der Landeshauptmann: "94 plus wäre ein Traumergebnis für die SPÖ."
16 Prozent Frauen
Von den rund 1.500 Gemeinderäten der SPÖ sind derzeit etwa 16 Prozent Frauen. Wenn man zu den derzeit sechs Bürgermeisterinnen (fünf von ihnen stellen sich der Wahl, in Steinberg-Dörfl wird am 7. Oktober nicht gewählt, Anm.) noch eine dazugewinnen würde, wäre dies "ein großer Erfolg", so Niessl.
Pläne für Eisenstadt
In Eisenstadt wolle man die Lebensqualität nicht nur erhalten, sondern steigern, so der Zweite Vizebürgermeister Heinz Mock. In den vergangenen Jahrzehnten sei "vieles versäumt" worden. Ein Hauptproblem, das "so schnell als möglich angepackt" gehöre, sei die Verkehrs- und Parkplatzproblematik.

Für die Jugend wolle man "coole" Freizeitmöglichkeiten schaffen. So gebe es etwa keinen ganzjährig offenen Skaterplatz. Im Bereich Kinderbetreuung sei problematisch, dass derzeit nur eine Kinderkrippe zur Verfügung stehe.

Offizieller Start am 1. September
Im Eisenstädter Gemeinderat hat die ÖVP derzeit 19 Mandate, die SPÖ hält bei 7, die Grünen haben zwei Sitze, die FPÖ verfügt über ein Mandat. Ihren offiziellen Wahlkampfauftakt begeht die SPÖ am 1. September in Raiding, wo die Landeskonferenz des Sozialdemokratischen Gemeindevertreterverbandes stattfindet.
Reaktion:
Kritik an der Präsentation der Wahlkampflinie übte am Mittwoch ÖVP-Landesgeschäftsführer Dietmar Halper. "Die SPÖ-Jubellinie trifft auf harte Fakten - das Burgenland ist laut RegioData-Untersuchung das Schlusslicht aller Bundesländer bei der Kaufkraft", erklärte Halper in einer Aussendung.

Dass die Steiermark und Kärnten auch nicht besser wären, sei kein Trost. "Die Versprechen und Beteuerungen der Roten, sich um das Burgenland zu kümmern, werden ad absurdum geführt - die Realität zeigt das Gegenteil", so Halper.
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