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MI | 11.04.2012
Emmerich Koller. (Bild: ORF)
NACHRUF
Emmerich Koller gestorben
Der SPÖ-Politiker Emmerich Koller ist Samstagvormittag im 87. Lebensjahr gestorben. Der Südburgenländer war Dritter Landtagspräsident und SPÖ-Nationalratsabgeordneter.
Aus Kemeten
Emmerich Koller wurde am 6. November 1920 in Kemeten (Bez. Oberwart) geboren. Sein Vater - ein Zimmermann - war in den 30er Jahren lange Zeit arbeitslos, deshalb musste Emmerich Koller seine Ausbildung nach der Pflichtschule abbrechen.
Von der Post zur SPÖ
Er bekam zunächst eine Anstellung bei der Post, ehe er im Zweiten Weltkrieg als Wehrmachtssoldat eingezogen wurde.

Nach dem Krieg konnte Koller wieder in den Post-Dienst eintreten und engagierte sich außerdem bei der SPÖ. Mit Erfolg - denn 1962 wurde Emmerich Koller zunächst Bürgermeister von Kemeten, drei Jahre später schaffte den Sprung in den burgenländischen Landtag.

Wahlkampfleiter bei Kery
Zwischen 1968 und 1972 machte er sich einen Namen als oberster Wahlkampfleiter von Landeshauptmann Theodor Kery.
Landtag und Nationalrat
Außerdem saß er zwischen 1968 und 1975 als Dritter Präsident im burgenländischen Landtag. Von dort wechselte er direkt in den Nationalrat, wo er bis zur Pensionierung 1982 als SPÖ-Abgeordneter tätig war.

Niessl: "Große Trauer"
Sein Ableben habe in der Sozialdemokratie des Burgenlandes große Trauer und tiefe Betroffenheit ausgelöst, denn er habe sich größte Verdienste um die Sozialdemokratie und um das Land Burgenland erworben, sagte SPÖ-Landesparteivorsitzender Hans Niessl.
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