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MI | 11.04.2012
Straßenbaustelle. (Bild: ORF)
Bahn- und Strassenbau
Nur vier Projekte im Burgenland bis 2010
Verkehrsminister Werner Faymann (SPÖ) präsentierte am Montag das Bauprogramm für Bahn und Straßen für die nächsten Jahre. Aus der umfassenden Wunschliste des Burgenlandes werden bis 2010 vier Projekte realisiert.
Drei Bahnprojekte und eine A4-Abfahrt
Vier burgenländische Projekte sind im Ausbauprogramm des Verkehrsministeriums bis 2010 fixiert: Dabei handelt es sich um drei Bahn- und um ein Straßenprojekt.
Die Projekte bis 2010
Die Elektrifizierung und Beschleunigung der Bahnstrecke Wulkaprodersdorf - Eisenstadt - Neusiedl am See wird 2007 begonnen und 2009 abgeschlossen. 33,2 Millionen Euro werden investiert.

Als zweites Projekt wird von 2008 bis 2010 die Schleife Eisenstadt errichtet. Die Gesamtkosten werden auf 17,6 Millionen Euro geschätzt. Die Schleife dient dazu, direkte Züge zwischen Eisenstadt und Wien ohne Umsteigen zu führen.

2008 soll mit der Elektrifizierung der Bahnstrecke Deutschkreutz - Neckenmarkt/Horitschon begonnen werden.

Außerdem wird eine neue Autobahnabfahrt der A4, der Ostautobahn, bei Neusiedl am See für das Outletcenter Parndorf errichtet.
Länger warten auf Autobahnprojekte
Länger warten heißt es dagegen für den Bau der S7, die Verlängerung der S31 sowohl Richtung Süden als auch Richtung Norden - Stichwort "Umfahrung Schützen am Gebirge" - aber auch die Verlängerung der A3.
Der Plan für die Straßenprojekte
Der Baubeginn für die S7 für den Abschnitt zwischen Riegersdorf und Dobersdorf Nord ist nach heutigem Stand für 2010 geplant, mit dem Abschnitt zwischen Dobersdorf Bord und Heiligenkreuz soll 2012 begonnen werden.

Auch der Weiterbau der S31 soll 2012 begonnen werden.

Der A3-Knoten Eisenstadt - Klingenbach soll ab 2013 gebaut werden.
Für Niessl ein Erfolg
Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) wertet die Ausbaupläne für das Burgenland als Erfolg - es seien Investitionen von 55 Millionen Euro fixiert und endlich sei ein Zeitplan für die weiteren Vorhaben erstellt worden.

Es sei ein Erfolg für das Burgenland, dass der Ausbau der Schieneninfrastruktur bis zum Jahr 2010 so erfolge, wie das vertraglich vereinbart wurde, so Niessl.
Niessl: 55 Millionen Euro Gesamtkosten
Für die Elektrifizierung der Bahnstrecke Wulkaprodersdorf - Eisenstadt - Neusiedl am See, den Bau der Schleife Eisenstadt und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Deutschkreutz -Neckenmarkt/Horitschon belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 55 Millionen Euro, so Niessl.
Kritik von Steindl
Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl (ÖVP) kritisierte dagegen, dass viele Straßenbauvorhaben und auch die Bahnprojekte im Südburgenland wie die Wiedererrichtung der Strecke Oberwart - Szombathely oder der Ausbau der steirischen Ostbahn über Jennersdorf - verschoben wurden.

Er frage sich, was der Landeshauptmann und der Straßenbaureferent bis jetzt getan haben, so Steindl. Die SPÖ stelle den Infrastrukturminister und für das Burgenland schaue nichts dabei heraus.

Landeshauptmann Niessl konterte, die schwarz-orange Bundesregierung habe zuviel versprochen, deswegen hätten viele Projekte verschoben werden müssen.
Ergebnis für Grüne mager
Die Klubobfrau der Grünen, Grete Krojer, spricht von einem mageren Ergebnis. Lediglich zwei kleinere Schienenprojekte, die aus grüner Sicht sehr wichtig seien, sollen im Burgenland umgesetzt werden.

Landeshauptmann Niessl verkaufe dies als Erfolg, obwohl es weder Geld für den Ausbau der Pottendorfer Linie nach Ungarn, noch für den Bahnausbau von Oberwart nach Szombathely oder von Oberwart nach Wien gebe, kritisierte Krojer.
FPÖ: "Alte Hüte"
FPÖ-Obmann Johann Tschürtz bezeichnete die präsentierten Projekte als "alte Hüte". Landeshauptmann Niessl sei nun gefordert, sich um jene Projekte zu kümmern, die auch in den Kompetenzbereich des Landes fallen.

Die FPÖ fordere Niessl auf, eine Verkehrslösung für die Anrainergemeinden der B50 im Nordburgenland auf den Tisch zu legen, so Tschürtz.
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