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MI | 11.04.2012
Paradeiser in Plastikkisten. (Bild: ORF)
TADTEN
Die ersten Paradeiser sind reif
Die ersten heimischen Paradeiser sind reif - ein fünf Hektar großes Glashaus in Tadten (Bez. Neusiedl am See) macht es möglich. Die fünf verschiedenen Sorten aus Tadten sind für den heimischen Markt bestimmt.
15 Grad auch im Winter
Im Hightech-Glashaus herrschen angenehme 20 Grad am Tag und milde 15 Grad - auch in den Wintermonaten und während der Nacht. So konnte mit der Ernte der Paradeiser bereits begonnen werden.

Heizen mit Erdgas
Geheizt wird die Anlage mit Erdgas. Die Kosten dafür schlagen mit sieben Euro pro Quadratmeter zu Buche.

Insgesamt machen die Heizkosten ein Viertel der gesamten Produktionskosten für die Paradeiser aus. Heuer ist die Situation allerdings etwas anders, sagt Landwirt Walter Sattler aus Tadten.
CO2 für Pflanzen
"Erdgas verbrennt zu Wasserdampf und CO2. Und dieses CO2 hat eine sehr hohe Qualität, es hat sehr wenig Stickoxide. Wir nutzen für unsere Pflanzen, sie brauchen es für die Photosynthese. Heuer hatten wir zeitweise zu wenig CO2. Bei den Kosten liegen wir knapp 60 Prozent unter den Heizkosten des Vorjahres", so Sattler.
Auf Umwelt achten
Das Glashaus in Tadten ist CO2-neutral. Bei der Errichtung der Anlage wurden möglichst viele und die unterschiedlichsten Umweltkriterien berücksichtigt.

Auch legen die Paradeiser nur 100 Kilometer zurück, bis sie beim Konsumenten in Wien auf den Tellern landen.

Regen als Gießwasser
Und es wird auch das Regen- und Kondenswasser in diesem Becken vor dem Glashaus gesammelt und zum Gießen der Paradeiser-Pflanzen verwendet.
Mit Mineralstoffen
"Es wird gereinigt und mit Mineralstoffen versetzt. Regenwasser ist quasi destiliertes Wasser - und das funktioniert sehr gut", so der Landwirt.
Weniger als drei Euro
In Holland liegt der Preis für ein Kilo Paradeiser derzeit bei drei Euro, für heimische Ware bezahlt der Handel etwas weniger.

2.500 Tonnen Paradeiser
Bis November werden die 160.000 Paradeis-Stauden in Tadten beerntet werden. Sie sollen geschätzte 2.500 Tonnen Paradeiser bringen. Es soll ein Umsatz zwischen 2,5 und 2,7 Mio Euro erzielt werden.

Übrigens greift der Kunde, wenn heimische Ware auf dem Markt ist, vermehrt auf diese.
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