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MI | 11.04.2012
Johann Tschürtz und Heinz Christian Strache. (Bild: ORF)
Auch nach Sonderparteitag
Kein Ende der FPÖ-Krise in Sicht
Die FPÖ-Krise geht in die nächste Runde - obwohl Johann Tschürtz beim Sonderparteitag als einziger Kandidat zum Obmann gewählt wurde. Bei der Gemeinderatswahl im Herbst könnten FPÖ-Ortsverbände auf Namenslisten kandidieren.
Kölly rechnet mit mehreren Listen
Manfred Kölly, der aus der FPÖ ausgeschlossene Bürgermeister von Deutschkreutz, will bei der Gemeinderatswahl im Herbst mit einer eigenen
Liste antreten.

Er kündigte am Mittwoch an, dass einige FPÖ-Ortsverbände seinem Beispiel folgen werden, und sprach dabei von Großhöflein, Mörbisch, Oberschützen und einigen Verbänden im Bezirk Jennersdorf.
Heinz Christian Strache und Johann Tschürtz in Siegerpose beim Sonderparteitag. (Bild: ORF)
Enttäuscht vom Sonderparteitag
Vom FPÖ-Sonderparteitag am Dienstagabend zeigte sich Kölly enttäuscht. Seiner Meinung nach wurde der Konflikt und nicht der Konsens gesucht.
Tschürtz: 80 Prozent hinter mir
Der neue alte FPÖ-Obmann Tschürtz gibt sich gelassen: "80 Prozent der Ortsgruppen stehen hinter der echten freiheitlichen Bewegung unter Heinz-Christian Strache und mir." Tschürtz will diese Ortsgruppen besuchen, ihnen Konzepte vorlegen und zusätzliche Ortsgruppen gründen.
Vor Parteigründung?
Zu einer am Dienstagabend von FPÖ-Mitgliedern mehrfach angekündigten möglichen Gründung einer neuen Partei wollte Kölly vorerst nicht Stellung nehmen. Dazu wolle er die Entwicklungen vor und nach der Gemeinderatswahl abwarten.
Tschürtz glaubt an Wagner-Kölly-Partei
FPÖ-Chef Tschürtz rechnet aber fix mit der Gründung einer neuen Partei aus dem FPÖ-Umfeld. Er geht davon aus, dass der FPÖ-Politiker Gabriel Wagner gemeinsam mit Kölly eine eigene Partei gründen wird.

Das wäre auch richtig und wichtig, damit die "echte FPÖ" jetzt in Ruhe arbeiten könne, so Tschürtz.
Wolfgang Rauter beim Sonderparteitag. (Bild: ORF)
Rauter: Mitarbeit in FPÖ abgeschlossen
Einer, der mit all diesen Überlegungen nichts mehr zu tun haben will, ist Wolfgang Rauter: Er sagte am Mittwoch nach seinem überraschenden Verzicht auf die Kandidatur als FPÖ-Obmann beim Sonderparteitag: "Für mich ist das Thema Mitarbeit in der FPÖ abgeschlossen."

Sollte man an ihn in seiner Heimatgemeinde zwecks Unterstützung zum Beispiel bei der Gemeinderatswahl herantreten, werde er "sich das anschauen". Sonst sehe er "keinen Anlass, wieder etwas zu machen", sagte Rauter.
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