Burgenland ORF.at
MI | 11.04.2012
Paul Rittsteuer. (Bild: ORF)
Burgenland heute
Paul Rittsteuer "Im Gespräch"
Vor zwei Jahren schied Paul Rittsteuer, langjähriger ÖVP-Agrarlandesrat, aus der Politik aus. Heute ist er als Weinbauer erfolgreich. In "Im Gespräch" sprach er dennoch über die aktuelle Landespolitik.
Klimawandel in der Landespolitik
Paul Rittsteuer war Jahre lang als Agrarlandesrat für die ÖVP in der Landespolitik tätig. Nach seinem Rückzug konzentrierte er sich vor allem auch auf den Weinbau und ist von Neusiedl am See aus mit einer eigenen Weinlinie erfolgreich.

Im Gespräch mit ORF Burgenland-Chefredakteur Walter Schneeberger ging Rittsteuer aber auch auf die aktuelle Landespolitik ein. Er konstatierte einen Klimawandel.
Paul Rittsteuer im Gespräch mit Walter Schneeberger. (Bild: ORF)
Absolute Mehrheit
"Es hat einen Klimawandel gegeben. Einerseits macht uns der im Umweltbereich Sorgen, auf der anderen Seite herrscht momentan auf Landeseben ein recht frostiges Klima", sagte Rittsteuer.

"Das hat sicher die verschiedensten Ursachen. Meine Meinung ist die, dass absolute Mehrheit nicht bedeutet, dass man absoluten Anspruch auf sämtliche Lebensbereicheun Institutionen im Land haben kann. Das sollte man auch berücksichtigen."
"Keine Ratschläge in der Öffentlichkeit"
Er halte sich an das "Grundprinzip, dass ich einer nachfolgenden Generation in der Politik keine Ratschläge in der Öffentlichkeit gebe", sagte der ehemalige Landesrat. In die interne Diskussion aber bringe er sich "immer und sehr oft" ein.
Verstärkten Gestaltungswillen geortet
Dass es Probleme im Klima zwischen SPÖ und ÖVP geben, hänge "sicherlich damit zusammen, dass eine absolute Mehrheit vorhanden ist und damit ein verstärkter Gestaltungswille der Mehrheitspartei", meinte Rittsteuer.

Zweites element sei die Chemie zwischen den führenden Personen, außerdem "sollte man danach trachten, aufeinander zuzugehen".
Mehrheitspartei versus staatstragende Partei
Er habe betont, keine Ratschläge erteilen zu wollen, sagte Rittsteuer auf die Frage, wie man seiner Meinugn nach SPÖund ÖVP zusammenbringen könnte.

Dennoch, meinte der ehemalige Landesrat, "wäre es sicher gut für das Land, wenn man anerkennt, dass einerseits eine Mehrheitspartei vorhanden ist, andererseits aber auch eine starke, staatstragende Partei, der man auch Gestaltungsraum geben soll und muss."
Ganz Österreich
Burgenland News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News