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MI | 11.04.2012
Ausbau S31. (Bild: ORF)
S31
Ungarische Pläne verzögern Weiterbau
Der Weiterbau der S31 von Oberpullendorf bis zur ungarischen Grenze wird sich verzögern. Denn in Ungarn ist eine Weiterführung in den nächsten Jahren nicht geplant. Die S31 soll daher nur bis zur B61 verlängert werden.
Nicht im ungarischen Programm enthalten
Im Herbst 2006 habe man noch mit den ungarischen Kollegen über die Trassenführung im Grenzbereich verhandelt, so ein Sprecher der ASFINAG.

Ende des Jahres hat die ungarische Regierung ein Programm für den Ausbau des Straßennetzes zwischen 2007 und 2013 präsentiert.

Darin ist die Weiterführung der S31 zwischen Köszeg und Szombathely nicht vorgesehen. Eine Weiterführung ist in den nächsten sieben Jahren nicht geplant.
Sieben Kilometer
Daher plane die ASFINAG nun im ersten Schritt nur eine Verlängerung der S31 um ein sieben Kilometer langes Teilstück, so Projektleiter Thomas Grünstäudl.

"Die Weiterführung von der B50 bis zur B61 würde eine Verkehrsentlastung für Oberpullendorf, Unterpullendorf, Steinberg-Dörfl und Oberloisdorf bringen", so Grünstäudl.
20 Millionen Euro
Baubeginn könnte - wie schon bisher geplant - im Jahr 2010 sein, Fertigstellung und Freigabe könnten 2012 stattfinden. Die Kosten für das Teilstück werden auf etwa 20 Millionen Euro geschätzt.

Eine Verlängerung über die Grenze ist damit in weite Ferne gerückt. Denn dafür wäre zumindest ein Bau der Ostumfahrung von Köszeg mit einer Einbindung in das bestehende Straßennetz erforderlich, so die ASFINAG.
Bürgerinitiative fordert Projekt
Die Bürgerinitiative "BIST g'scheit" fordert nun zur Entlastung der Orte von Oberpullendorf bis Rattersdorf ein Projekt "B61-neu".

Aus dem Büro von Straßenbaulandesrat Helmut Bieler (SPÖ) hieß es allerdings, dass darüber erst Gespräche geführt werden müssten.
Weniger Lkw
Auch am anderen Ende der S31 haben sich die Voraussetzungen für den Weiterbau verschoben, so Thomas Grünstäudl. Mit Einführung des Lkw-Fahrverbots auf der B50 fahren dort jetzt um etwa 400 Lkw pro Tag weniger.

Es gebe konkrete Überlegungen, die Sraße zweispurig statt vierspurig zu führen und damit umzuplanen, so Grünstäudl. Der Baubeginn ist für 2010, die Freigabe für 2012 geplant.
ÖVP-Forderung
ÖVP-Verkehrssprecher Werner Gradwohl sprach sich gegen jede Verzögerung beim Weiterbau aus. Straßenbaulandesrat Helmut Bieler sowie Verkehrskoordinator, Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) seien gefordert, die Planung rasch voranzutreiben. Es könne nicht sein, dass Ungarn den Ausbau hinausschiebt und im Burgenland wird tatenlos zugesehen, so Gradwohl.
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