Burgenland ORF.at
MI | 11.04.2012
Mann und Kind mit Christbaum. (Bild: APA)
TANNE & CO.
Jeder zehnte Christbaum ist gestohlen
Kurz vor Weihnachten streifen Christbaumdiebe durch die burgenländischen Wälder. Für die einen ist es ein Bagatellvergehen, für die anderen ganz eindeutig Diebstahl. Tatsache ist, dass jeder zehnte Christbaum gestohlen ist.
Beachtliche Zahl
Die Zahl derer, die keine Skrupel haben, den Baum fürs Fest nicht zu kaufen, sondern ganz einfach mitzunehmen, ist beachtlich. Immerhin feiert jeder zehnte Christbaumbesitzer den Heiligen Abend unter einem gestohlenen Baum.
Große Bescherung
Heinz Grünauer, Musiker der Weltpartie und Waldbesitzer in Drumling (Bezirk Oberwart) zum Beispiel erlebte schon einmal die große Bescherung schon vor dem 24. Dezember.
Keine rechtlichen Schritte
"Ich wollte schauen, wie es in meinem Wald ausschaut. Dann habe ich entdeckt, dass einige Bäume fehlen. Und das hat mich natürlich fürchterlich geärgert. Rechtliche Schritte habe ich aber nicht unternommen", so Grünauer.
Verärgerte Waldbesitzer
Wenn auch der eine oder andere fehlende Baum im Wald nicht wirklich auffällt, ärgerlich ist es für die Waldbesitzer allemal.

Für viele Menschen ist es einfach unvorstellbar, das schönste Fest des Jahres unter einem gestohlenen Baum zu feiern - und das ohne schlechtes Gewissen. Für andere ist es scheinbar gang und gäbe.
Zwölf Tannen gestohlen
Und wer meint, Christbaumdiebe seien nur in entlegenen Wäldern und in der Dämmerung unterwegs, der irrt gewaltig.

Denn obwohl die billigsten Bäume bei Händlern zum Beispiel vor großen Möbelhäusern schon um 9,90 Euro zu haben sind, wurden in Oberwart in den vergangenen Tagen gleich zwölf Tannen gestohlen.

Über die Täter kann der Christbaumhändler Jürgen Wendel nur mutmaßen.
Mutmaßen über Täter
"Es ist schwer zu sagen, es kann ein Wiederverkäufer sein, es können Menschen aus dem Ausland sein, in Ungarn gehen zum Beispiel die Bäume schon aus, ich kann es nicht sagen", so der Christbaumhändler.
Tannendiebe in den Plantagen
Neben ehrlichen Christbaumkäufern stürmen in den Tagen vor Weihnachten auch Tannendiebe die Christbaumplantagen.

Laut Plantagenbesitzerin Maria Sommer aus Langzeil bei Güssing habe die Zahl der gestohlenen Bäume in den vergangenen Jahren zwar abgenommen, zu beklagen sei allerdings der Sachschaden in den Plantagen.
Enormer Schaden
"Es geht nicht um die gestohlenen Bäume, aber der enorme Schaden beim Zaun ist schlimm", so die Besitzerin einer Christbaumplantage.
Langfristige Auswirkung
Unkontrolliertes Schlagen von Bäumen bedeutet außerdem einen Schaden für den Gesamtbestand, der sich langfristig auswirkt.

Und auch wenn mehrere tausend Nordmanntannen und Blaufichten in der Christbaumzucht stehen, bleibt kein Diebstahl unentdeckt.
Hacke statt Motorsäge
Denn Diebe greifen oft zur Hacke, um den Baum zu fällen, normalerweise werden Christbäume auf der Plantage aber mit der Motorsäge abgeschnitten.
Hochsaison
Jahr für Jahr schlagen Christbaumdiebe alleine in Österreich geschätzte 40.000 Bäume aus den Wäldern - jetzt haben sie wieder Hochsaison.
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