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MI | 11.04.2012
Alois Kracher. (Bild: ORF)
Burgenland heute
Alois Kracher "Im Gespräch"
Er will nicht nur gute, sondern große Weine machen und glaubt man den Auszeichnungen, dann gelingt ihm das auch Jahr für Jahr: Der Süßweinspezialist Alois Kracher aus Illmitz ist diesmal zu Gast in der Serie "Im Gespräch".
Große Ehre
Anfang September dieses Jahres erhielt Alois Kracher in London bei der "International Wine Challenge" gleich drei von zwölf Auszeichnungen, darunter den Ehrenpreis für die kontinuierliche TOP-Qualität seiner Prädikatsweine.
Wichtig für Image
"Sie sind nicht entscheidend, aber wichtig", sagt Alois Kracher "Im Gespräch" mit ORF Burgenland-Chefredakteur über solche Auszeichnungen: "Weil ohne Bestätigung - nicht nur für mich selber, sondern auch für die, die das Vertrauen zum Weingut haben, kommt kein Image. Und ohne Image kann ich nicht gut platzieren."
Alois Kracher und Walter Schneeberger. (Bild: ORF)
Spätberufener Winzer
Der gelernte Chemiker Alois Kracher ist 47 - erst vor 15 Jahren stieg er voll auf den Weinbau um. Mit seinen süßen Weinen versucht Kracher die Welt zu erobern - von Thailand bis nach Kanada:
"Das Wichtigste ist mir - vor allem in den ersten Jahren - den Wein dort nicht zu verkaufen, sondern zu platzieren. Er soll da sein und wenn jemand einen burgenländischen Wein oder einen Kracher-Wein möchte, dann soll er erreichbar sein. ie Erreichbarkeit ist immer mein erstes Ziel."
75 Prozent der Produktion für Export
25 Prozent der Produktion des Weinguts Kracher bleiben in Österreich, 25 Prozent werden in die USA exportiert, die restlichen 50 Prozent verteilen sich auf die ganze übrige Welt, sagt der Spitzenwinzer.
Winzer macht nur zehn Prozent aus
Den Ausschlag für einen guten Wein gibt zu 90 Prozent die Region und das Klima und nur zu zehn Prozent die Person des Winzers, glaubt Kracher: "Wäre ich in den Alpen aufgewachsen, dann wäre ich nicht Winzer, sondern wäre vielleicht ein Forstwirt."
Genussvolle Kracher-Welt
Aber Kracher steht längst für mehr als nur Süßwein: Er hat seine Finger bei Käse und Schokolade ebenso im Spiel, wie bei Gelee, Essig und Spirituosen.
Offenheit und Lernen
"Offenheit und Lernen ist das einzige, was weiterbringt. Da ich weiß, dass ich weiterkommen muss, muss ich mich mit neuen Dingen konfrontieren. Die neuen Dinge waren die Welt des Essens, des Gelees, die gesamte Genusswelt," erklärt Alois Kracher seine Motivation.
Nimmt Warnhinweise gelassen
Die Pläne der EU, Warnhinweise auf Weinflaschen vorzuschreiben, sieht Kracher gelassen - solange noch alles Geforderte auf den Ettiketten seiner Flaschen Platz findet, wie er sagt.

Für die Weinwirtschaft im Burgenland, wünscht sich Kracher ein Management "Burgenland Wein" "mit vier bis fünf Personen und mit einem ordentlichen Budget".
Will Visionär sein
"Ich würde mir wünschen, einer der Visionäre zu sein, ich hoffe, ich bin es auch", sagt Kracher über sein Selbstverständnis. Sein nächstes Ziel ist naheliegend: die nächste Ernte.
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