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MI | 11.04.2012
Joki Kirschner. (Bild: ORF)
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"Im Gespräch" mit Joki Kirschner
Joki Kirschner, Fernsehmoderator, erfolgreicher Ratgeber-Autor und Journalist, feierte diese Woche seinen 75. Geburtstag. In unserer Reihe "Im Gespräch" erzählt er aus seinem Leben.
Wunsch zum 75-er
Joki Kirschner lebt seit mehr als 30 Jahren mit seiner Frau in Oberdorf im Bezirk Oberwart. Vor kurzem feierte er seinen 75. Geburtstag.

Auf Geburtstage legt er nicht viel Wert, daher hat er sich das selbe gewünscht wie jeden Tag - "einen freien, glücklichen, zufriedenen Tag zu vollbringen - und das habe ich auch getan".
Schreiben und Medien
"Mir war nie langweilig in meinem Leben. Ist es auch jetzt nicht. Wahrscheinlich sterbe ich eh vor dem Laptop, gerade beim Schreiben. Und so soll es auch sein. Mein Leben ist Schreiben und Medien. Ich habe auch mein Leben und meine Arbeit nie als Arbeit empfunden. Ich kannte meine Stärken, aber auch meine Schwächen", so Kirschner.
"Tritsch-Tratsch"
Vor allem als Moderator der Fernsehshow "Tritsch-Tratsch" hat sich Joki Kirschner in den 80-er-Jahren einen Namen gemacht. Spiele, Musik, Gespräche - auch heute hätte eine solche Show Chancen, so Kirschner, aber sie müsste an die heutige Zeit angepasst werden.
Joki Kirschner mit Patricia Spieß. (Bild: ORF)
Schnelleres Leben
"Die Menschen sind heute ganz anders gebildet. Alles ist schneller geworden - Werbespots, Musikvideos, Fernsehen - vielleicht auch oberflächlicher, aber all dem muss man gerecht werden."
Berühmtes Ladl-Spiel
Vor allem an das berühmte Ladl-Spiel ist vielen noch in Erinnerung geblieben. In einer von sechs Laden war ein Brillantring im Wert von damals 70.000 Schilling versteckt.

Moderator Kirschner versuchte, den Spieler den Inhalt der Lade abzukaufen, manche gewannen den Ring, andere zum Teil verrückte Preise.
Fahrschein für Moskauer
"In einem Ladl war einmal drin ein Fahrschein für die U-Bahn in Moskau, die Hinreise war selbst zu bezahlen. Oder eine Reise nach Übersee - wo sich herausgestellt hat, dass es sich um den Ort Übersee am Chiemsee in Deutschland handelt. Es war ein bisschen hinterfotzig, aber das war der Gag", so Kirschner.
20 Ratgeber
Joki Kirschner schrieb in seinem Leben mehr als 20 Ratgeber - das bekannteste ist "Die Kunst, ein Egoist zu bleiben", 1976 erschienen.
Angepasst und nett
"Es wird immer wenig bekennende Egoisten geben, weil die meisten Leute angepasst, nett und freundlich sein wollen. Meine Provokation mit dieser 'Egoismus-Philosophie' ist, dass man nur frei und glücklich sein kann, wenn man für sich selbst die Verantwortung übernimmt," sagt der Autor.
Weder Guru nach Ratgeber
Auch wenn es zahlreiche Ratgeber aus seiner Feder geben, fühle er sich nicht als Guru, so Kirschner. "Ich fühle mich nicht einmal als Ratgeber, ich sage einfach meine Meinung", sagt er.
"Glauben Sie nicht alles"
"Und im Nachwort steht immer: Glauben Sie nicht alles, was ich da geschrieben habe. Betrachten Sie es kritisch, denken Sie nach und entscheiden Sie selbst. Es ist auch in Ordnung, wenn Sie das Buch weghauen", sagt Kirschner.
Familie im "Lebens-Ladl"
Würde sich Joki Kirschner privat noch ein "Ladl" aussuchen, müsste das drinnen sein, was in seinem "Lebens-Ladl" bis jetzt drinnen war, wie er sagt.

"Eine ehrliche Familie - ich bin seit fast 50 Jahren mit der gleichen Frau verheiratet - und mehr kann man im Leben nicht erreichen", so der Journalist, Moderator und Autor.
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