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MI | 11.04.2012
Karl Heinz Tragl. (Bild: ORF)
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"Im Gespräch" mit Karl Heinz Tragl
Zu Gast bei Walter Schneeberger in der Reihe "Im Gespräch" ist dieses Mal Professor Karl Heinz Tragl. Der ehemalige Klinikchef des SMZ Ost feierte vor kurzem seinen 70er. Der Pensionist ist aber alles andere als im Ruhestand.
"Heimat ist Heimat"
Seine Freizeit genießt Karl Heinz Tragl in seinem Haus in Wiesen, in seiner Heimatgemeinde. "Heimat ist Heimat" sagt der pensionierte Leiter des SMZ Ost. Im Ruhestand ist er aber nicht.
Aktiv in der Pension
Als ärztlicher Leiter des von ihm mit aufgebauten so genannten Donauspitals ging er vor drei Jahren in Pension, als langjähriger Leiter des Ludwig Boltzmann Institutes für Altersforschung ist der Arzt aus Wiesen noch immer sehr aktiv.
Professor Karl Heinz Trag und Chefredakteur Walter Schneeberger. (Bild: ORF)
Alzheimer und Demenz
Was passiert mit Menschen, wenn sie altern? Warum kommt es zur Alzheimer-Krankheit? Wie kann man sie frühzeitig erkennen? Was tun gegen Demenz? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Karl Heinz Tragl heute.
Bildung spielt große Rolle
"Alzheimer ist mit Sicherheit eine Erkrankung unseres Zeitalters aus den verschiedensten Gründen. Es gibt genetische Faktoren, Umweltfaktoren, Faktoren, die auf den einzelnen selbst Bezug nehmen und natürlich gibt es Umstände, die Alzheimer verzögern können.

Mit Sicherheit spielt die Bildung des einzelnen eine große Rolle. Ich meine nicht die Schulbildung oder eine akademische Laufbahn. Wichtig ist, die geistige Beschäftigung bis ins hohe Alter beizubehalten", so Tragl.
Naheverhältnis zur SPÖ
Länger arbeiten wäre daher eine Möglichkeit, so der Mediziner und er geht davon aus, dass es in Zukunft auch so kommen wird.

Dem Mediziner aus Wiesen wird ein Naheverhältnis zur SPÖ nachgesagt. Die Politik habe aber in seiner Arbeit keine Rolle gespielt. Politische Hilfe habe er nie in Anspruch genommen, sagt Karl Heinz Tragl.

Prominente Patienten
In seiner Funktion als Leiter des SMZ Ost hatte Karl Heinz Tragl auch mit prominenten Patienten zu tun - auch mit Politikern. Die Beziehung zu den Patienten sei aber im Wesentlichen immer einheitlich.
Wieder Mensch
"Es ist unabhängig vom Rang, von der Stellung, wie sich Menschen dann, wenn sie krank sind, wirklich verhalten. Dann sind sie wieder Menschen oder sie zeigen sich als Menschen, das macht wirklich keinen Unterschied", so Tragl.
An Grenzen
Karl Heinz Tragl ist im Laufe seines Mediziner-Daseins natürlich auch an Grenzen gestoßen. "Die Grenzen ergeben sich aus den Möglichkeiten der Medizin", sagt er.
Viele Möglichkeiten
"Als ich junger Arzt war, hat es zum Beispiel kaum Möglichkeiten zur Blutdruckmessung gegeben. Heute gibt es 100 Möglichkeiten, das heißt, in allen Bereichen nehmen die Möglichkeiten zu", so der Arzt.
Debatte um Sterbehilfe
Zur Debatte um lebensverlängernde Maßnahmen und die Debatte um Sterbehilfe sagt Tragl, sein persönlicher Standpunkt sei "dass sich Ärzte da wirklich heraushalten sollten".
"Ich lehne Sterbehilfe ab"
"Ärzte sind dazu aufgerufen, ihren Patienten zu helfen, wenn geht, das Leben zu verlängern. Ich glaube, wenn es soweit kommt, dass Ärzte dazu beitragen, dass Leben verkürzt wird, dann verlieren die Patienten auch das Vertrauen in die Ärzte. Ich lehne Sterbehilfe ab", so Tragl.
Pläne für die Zunkunft
Karl Heinz Tragl hat viele Pläne für die Zukunft. So will er alle seine begonnenen wissenschaftlichen Projekte gut zu Ende führen und sein Buch - eine Chronik über die Wiener Krankenanstalten - fertig schreiben.
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