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MI | 11.04.2012
Auswanderermuseum (Bild: BG)
JUBILÄUM
50 Jahre Burgenländische Gemeinschaft
Die Burgenländische Gemeinschaft ist 50 Jahre alt. Sie versteht sich als Bindeglied zwischen der alten und neuen Heimat der Auslandsburgenländer. Bis in die 1960er Jahre haben rund 80.000 Burgenländer ihre Heimat verlassen.
Mehrere Auswanderungswellen
Bis Anfang der 1960er Jahre war das Burgenland Österreichs größte Auswanderer-Region. Armut, Kinderreichtum und fehlende Perspektiven waren die Hauptgründe für die Auswanderungswellen. Besonders krass war es in den 20er Jahren.
Junge Generation verschwand
"Allein im Jahr 1923 sind 6.683 Burgenlänger ausgewandert und das allein in den ersten zehn Monaten, jedes Monat quasi ein Dorf. Dazu kam noch, dass die Auswanderer zwischen 20 und 30 Jahre alt waren, das heißt, dass in vielen Dörfern plötzlich die junge Generation fehlte", sagt Walter Dujmovits, Präsident der Burgenländischen Gemeinschaft.
80.000 Auswanderer
Wie viele Burgenländer tatsächlich ausgewandert sind, darüber gibt es nur Schätzungen. Gesichert und belegt ist die Zahl 66.000. Die Dunkelziffer dürfte aber bei mindestens 80.000 liegen, so Dujmovits.

Die Burgenländische Gemeinschaft bemüht sich seit 1956, die Kontakte zu den Auswanderern und deren Nachkommen zu pflegen.
Feierlichkeiten dauern eine Woche
Das Jubiläum wird eine Woche lang gefeiert. Der Höhepunkt wird am Samstag ein Festakt der Burgenländischen Landesregierung im Kulturzentrum Güssing sein, zu demauch zahlreiche Auslandburgenländer erwartet werden.
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