Burgenland ORF.at
MI | 11.04.2012
Weisse Grabkerze. (Bild: APA)
NACH OBDUKTION
Baby wurde offenbar getötet
Die Obduktion nach dem Tod eines Neugeborenen im Südburgenland hat ergeben, dass das Baby eines unnatürlichen Todes gestorben ist, bestätigte Richter Karl Mitterhöfer vom Landesgericht Eisenstadt.
Äußere Gewaltanwendung
Die Obduktion habe ergeben, dass das Neugeborene nach der Geburt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Grund von äußerer massiver Gewaltanwendung ums Leben gekommen ist, so Mitterhöfer.
Mitterhöfer: "Keine Totgeburt"
"Es handelt sich um keine Totgeburt und das Baby kam auch nicht in Folge von Komplikationen bei der Geburt ums Leben, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Grund von äußerer massiver Gewaltanwendung", sagte Mitterhöfer Donnerstag Früh.
Mutter nicht vernehmungsfähig
Die Mutter, ein 18-jähriges Mädchen aus dem Südburgenland, ist derzeit auf Grund einer schweren Psychose nicht vernehmungsfähig.

Außerdem hat sie bei der geheimen Geburt sehr viel Blut verloren.

Im Krankenhaus
Die junge Frau befindet sich nach wie vor in spitalsärztlicher Behandlung, bestätigte Richter Karl Mitterhöfer.
Schwangerschaft verheimlicht
Die 18-jährige Mutter hatte das Kind allein im Hause ihrer Eltern in Rotenturm (Bez. Oberwart)zur Welt gebracht. Dass sie schwanger war, hat sie vermutlich verdrängt.

Verdauungsstörungen
Sie litt an Verdauungsstörungen und hat eine Schwangerschaft - trotz offensichtlicher Gewichtszunahme - stets bestritten.
Rechtliche Schritte
Die junge Frau muss sich voraussichtlich wegen Tötung eines Neugeborenen bei der Geburt verantworten.

Maximal fünf Jahre Haft
Ihr droht eine Freiheitsstrafe von einem bis zu maximal fünf Jahren, die aber in der Regel nur bedingt ausgesprochen wird.
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