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MI | 21.03 | 16:17
Szene (Bild: ORF)
Kampf in Kirchschlag nachgestellt
Es war der entscheidender Kampf um das Burgenland zwischen ungarischen Freischärlern und österreichischen Gendarmen: Der Kampf in Kirchschlag 1921. Ein Filmteam stellte ihn nun für eine ORF-Dokumentation nach.
Gefecht auf der "Hohen Rieß"
Die "Hohe Rieß" bei Kirchschlag liegt rund einen Kilometer von der damaligen Grenze zu Ungarn entfernt. Am 5. September 1921 um 9.00 Uhr kam es dort zum Gefecht: Österreichische Soldaten hielten die Stellung, es fielen erste Schüsse. Ungarische Freischaren unter der Führung von Graf Egan, die bereits in die Ortschaft vorgedrungen waren, wollten den Anschluss an Österreich verhindern.
Alois Mayrhofer (Bild: ORF)
Der damals achtjährige Alois Mayrhofer erinnert sich: "Wir Buben mit acht Jahren haben auf einer Wiese Kühe gehütet. Auf einmal schießen die über uns, wir haben die Kugeln pfeifen gehört und einschlagen gesehen."
Es gab Tote
Auf österreichischer Seite fielen vor Kirchschlag zehn Mann, 17 wurden verwundet. Die ungarischen Angreifer sollen laut Erzählungen 21 Soldaten verloren haben.

"In der Zivilbevölkerung ist nichts passiert. Die sind ja geflüchtet. Wie sie gesehen haben, dass es wieder ruhig war, sind sie wiedergekommen", so Mayrhofer.
Hintergründe
"Die meisten Leute wissen zwar, dass das Burgenland erst 1921 zu Österreich kam, aber die wenigsten wissen, dass es Kämpfe gab. Diese Dokumentation zeigt die Hintergründe und zeigt, was damals passiert ist", so Wolfgang Winkler, Produzent bei Pammer Film.

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Im November zu sehen
Zu sehen ist die 45-minütige ORF-Dokumentation "Menschen und Mächte" unter dem Titel "90 Jahre Burgenland" im November.
"Burgenland heute"; 20.8.11