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MI | 11.04.2012
Muslime bei Tisch. (Bild: ORF)
IM BURGENLAND
Muslime rufen zu Besonnenheit auf
Die Proteste gegen die Karikaturen des Propheten Mohammed in einer dänischen Zeitung nehmen weiter zu. In Wien wurde friedlich demonstriert. Die Muslime im Burgenland rufen zu Besonnenheit auf.
Bild als schwere Sünde
Im Burgenland leben zur Zeit knapp 5.000 Muslime mit dem Schwerpunkt im Norden des Landes. So haben sich in und um Parndorf und Mattersburg zahlreiche türkische Familien angesiedelt.

Eine bildliche Darstellung des Propheten Mohammed, geschweige denn dessen Verhöhnung, gilt bei den Muslimen als schwere Sünde.
"Religion in Ruhe lassen"
"Die Religion spielt überall hinein und da ist es besser, wenn man die Religion in Ruhe lässt", meint Süleyman Akar aus Wiesen.

"Für mich ist es nicht so ernst, aber es gibt so strenggläubige Leute, die es wirklich aufregt", sagt Ali Ekber Akar aus Marz.
Verhöhung ist nicht tolerabel
Auch im Leben der Familie Korkmaz in Wiesen spielt der Islam eine wichtige Rolle.
Eine Verhöhnung des Propheten ist für sie nicht tolerabel.

"Die spielen nur mit unserer Religion. Niemand kennt Mohammed. Sogar wir als Muslime wissen nicht, wie er ausgesehen hat", sagt etwa Ali Ekber Akar aus Marz.

Diplomatische Reaktion notwendig
Es hätte auf jeden Fall eine Reaktion darauf folgen müssen, "aber nur hätte man das diplomatischer angehen können, etwa durch eine friedliche Demonstration", sagt Dursay Korkmaz aus Mattersburg.
"Mit Gewalt nicht einverstanden"
"Man hätte Ausdruck verleihen müssen, dass man damit nicht einverstanden ist. Wir persönlich sind mit Gewaltanwendung überhaupt nicht einverstanden, das wirft ein schlechtes beziehungsweise noch schlechteres Licht auf die Muslime, das wir jetzt schon in Österreich und auf der ganzen Welt genießen", so Korkmaz.
Angriff auf österreichische Botschaft
Allerdings ist derzeit nicht absehbar, wann die Welle der Gewalt gegen europäische Einrichtungen in den islamischen Ländern abreißt. Am Montag wurde die österreichische Botschaft in Teheran angegriffen.
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