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MI | 11.04.2012
Fleisch schneiden. (Bild: APA)
CHRONIK
Bundesheer fand Quecksilber in Rehfleisch
Durch Zufall hat das Bundesheer hohe Werte an Quecksilber in Rehfleisch entdeckt. Fleisch von Rehen, die etwa am Truppenübungsplatz Bruckneudorf geschossen wurden, wurde getestet. In neun Proben fand sich Quecksilber.
Grenzwert um 100-faches überstiegen
Freyo Apfalter, Leiter der Sektion 3 (Bereitstellung), hat über Schwermetallbelastung in Wildfleisch gelesen und ließ das Fleisch der Rehe testen, die unter anderem am Truppenübungsplatz Bruckneudorf geschossen wurden.

Im heereseigenen Labor fand man in Teilen von neun Fleischproben Quecksilber, das den Grenzwert um das 100-fache überstieg, so das Bundesheer. Damit wurde ein Bericht der "Kronen Zeitung" vom Freitag bestätigt.
Auch Kadmium und Blei im Fleisch entdeckt.
Nicht nur ein Tier belastet
Bernhard Schneider vom Bundesheer-Labor in Wien-Simmering sprach davon, dass nicht nur ein Tier, sondern mehrere mit Quecksilber belastet waren.

Auch Kadmium und Blei habe man im Fleisch entdeckt, doch nicht so hohe Werte wie beim Quecksilber.
Keine Erklärung für Ursache
Untersucht wurden Tiere nicht nur aus Bruckneudorf, sondern auch vom Truppenübungsplatz Allentsteig. Dort fand man keine Belastung. Man habe keine Erklärung, woher das Schwermetall im Fleisch herrühren könnte. Übungen des Bundesheeres sollen nicht schuld sein, so Schneider.
"Alles daran setzen, um die Quelle zu finden"
"Wir werden alles daran setzen, um die Quelle zu finden", sagte Schneider. Die Proben würden jetzt auch den zivilen Behörden übergeben werden.
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